Baerbock fordert mehr europäisches Engagement in der Westbalkan-Region

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Baerbock fordert mehr europäisches Engagement in der Westbalkan-Region

Reise des Außenministers
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Baerbock fordert mehr europäisches Engagement in der Westbalkan-Region

Vor ihrer Reise nach Bosnien-Herzegowina, Serbien und Kosovo bekräftigte die Außenministerin das deutsche Interesse an einem stabilen Westbalkan. Auch Baerbock äußerte sich zu ihrem Besuch in Moldawien.

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) fordert mehr europäisches Engagement in der Westbalkan-Region. „Der russische Angriff auf die Ukraine ist ein Wendepunkt, der deutlich zeigt, dass Europa bereit sein muss, strategisch in seine langfristige Sicherheit zu investieren“, sagte Baerbock am Mittwoch, bevor er zu einer mehrtägigen Reise auf den Balkan und in die Republik Moldau aufbrach. Dies gilt auch für die Beziehungen zu den Ländern des Westbalkans.

Viele Länder des Westbalkans seien in den vergangenen Jahren „enttäuscht und vernachlässigt worden“, erklärte Baerbock und warnte: „Akteure wie Russland, die kein Interesse an einer europäischen Zukunft haben und auch nicht davor zurückschrecken, ungelöste Konflikte zu lösen, drängen sich auf in diesen offenen Flankenstoß.“

Deutschland habe ein „grundsätzliches Interesse an einem politisch stabilen und wirtschaftlich prosperierenden Westbalkan, dessen Staaten sich an Europa orientieren“, betonte sie. Darauf wird die Bundesregierung hinwirken, zum Beispiel mit strategischen Investitionen, insbesondere in erneuerbare Energien.

Ziel ihrer Reise ist es, den Menschen auf dem Westbalkan „zuzuhören“, um herauszufinden, „was die Menschen dort jetzt von uns erwarten – aber auch, um deutlich zu machen, dass wir diese Region im Herzen Europas nicht verlassen werden unter Moskaus Einfluss“. .

Sie wolle sich bei ihrer Reise auch in der Republik Moldau „ein direktes Bild von der Situation vor Ort“ machen, erklärte Baerbock. Als Nachbar der Ukraine sei Moldawien „einer der am stärksten“ von den Auswirkungen des russischen Angriffskrieges zu spüren. „Wir werden nicht zulassen, dass die Schockwellen Russlands auf andere Länder in Europa überschwappen. Moldawien kann sich auf die deutsche und europäische Solidarität verlassen“, betonte der Grünen-Politiker.

Europa habe in den vergangenen Tagen gezeigt, „dass es handlungsfähig und entschlossen ist, dem aggressiven Vorgehen des russischen Präsidenten Wladimir Putin entgegenzutreten“, sagte Baerbock. „Jetzt müssen wir zeigen, dass wir bereit sind, uns mit der gleichen Energie kreativ und zukunftsorientiert in den Ländern der europäischen Nachbarschaft zu engagieren.“

Begleitet wird Baerbock auf ihrer Reise vom neuen Sonderbeauftragten der Bundesregierung für den Westbalkan, dem Grünen-Politiker Manuel Sarrazin.

(Knall/AFP)