Berlin: Keine schnelle Einigung im Streit um Räumung der Clanvilla – Unterhaltung

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Der Landkreis fordert Mietzahlungen

Die Familie verweist auf Vereinbarungen mit einem Verwalter, der für das Anwesen tätig war. Auch Mietzahlungen über 6800 Euro, die der Landkreis immer noch fordert, seien an einen Verwalter gezahlt worden, hieß es in der Anhörung. Mit Verweis auf das laufende Verfahren wollte sich der Familienanwalt nach der Anhörung nicht äußern.

An der Gültigkeit des Mietvertrages für die Villa habe sich durch den Eigentümerwechsel nach Angaben eines Kreissprechers zunächst nichts geändert. Die Familie nutzte jedoch auch ein zweites Grundstück, den Garten neben der Villa. Dazu sei sie aus Sicht des Landkreises nicht berechtigt. Bei einem Polizeieinsatz im Juli 2021 errichteten die Behörden deshalb einen Zaun zwischen den Grundstücken, um eine weitere Nutzung zu verhindern. Der Clan wollte den Garten jedoch weiter nutzen. Im Ergebnis soll der umstrittene Mietvertrag vorgelegt worden sein.

Gegen Mitglieder des Clans, dem die Familie angehört, wird immer wieder wegen Gewalttaten und Eigentumsdelikten ermittelt, in mehreren Fällen kam es zu rechtskräftigen Verurteilungen. Sächsische Ermittler sind außerdem davon überzeugt, dass der Juwelendiebstahl in Dresden im November 2019 auf Mitglieder des Clans zurückzuführen war. Das Verfahren läuft derzeit vor dem Landgericht Dresden. Zwei der dort sechs Angeklagten verbüßen eine Jugendstrafe wegen des ebenso spektakulären Diebstahls einer riesigen Goldmünze im Jahr 2017 aus dem Bode-Museum in Berlin.

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