Die DAK-Gesundheits- und Sozialminister suchen zum 13. Mal Schülerplakate gegen Alkoholmissbrauch

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Die DAK-Gesundheits- und Sozialminister suchen zum 13. Mal Schülerplakate gegen Alkoholmissbrauch



Im 13. Jahr sucht die Krankenkasse die besten Plakatideen von Schülern zwischen zwölf und 17 Jahren zum Thema Rauschtrinken. Einsendeschluss ist der 30. April.

Die Aktion für Schulkinder zwischen zwölf und 17 Jahren wird von Sozial- und Gesundheitsminister Manne Lucha unterstützt. Alle Schulen im Zollernalbkreis sind eingeladen, bis zum 30. April das Thema Alkoholmissbrauch im Unterricht aufzugreifen und von ihren Schülern Plakate dagegen gestalten zu lassen.



Die Zahlen bleiben hoch

Verbunden mit der Kampagne ist die „Crystal Clear Campaign“, die seit 18 Jahren Schüler, Lehrer und Eltern zum Thema Alkohol aufklärt. Der aktuelle Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit zeigt, dass während der Corona-Pandemie weniger Schulkinder wegen Alkoholmissbrauchs ins Krankenhaus oder in die Arztpraxis kamen. Im Jahr 2020 war die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Folgen übermäßigen Alkoholkonsums um rund 30 Prozent geringer als im Vorjahr.

Dennoch bleiben die Zahlen hoch.

„Obwohl immer weniger Jugendliche wegen einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden, nehmen wir das Problem des Rauschtrinkens bei Kindern und Jugendlichen gerade in Zeiten der Corona-Pandemie sehr ernst – jeder einzelne Fall macht mir Sorgen“, sagte Sozialministerin Angelegenheiten und Gesundheit Manne Lucha als Schirmherr der Kampagne.



Ein Statement abgeben

„Wir wissen, dass gerade die sozialen und psychischen Folgen der Lockdown-Maßnahmen für junge Menschen extrem belastend sind und dass Alkohol und andere psychoaktive Substanzen als Problemlöser eingesetzt werden. Deshalb unterstütze ich sehr gerne ‚bunt statt blau‘. Initiative gegen Alkoholmissbrauch. Jugendliche können hier mit ihrem Plakat ein Zeichen setzen und selbst Flagge zeigen.“

„Viele Kinder und Jugendliche trinken immer noch buchstäblich, bis der Arzt kommt. Der Rückgang während der Corona-Pandemie sei ein positives Signal. Wir wollen aber verhindern, dass bald ein Nachholeffekt eintritt und die Krankenhauseinweisungen wieder in die Höhe schießen“, sagt Steffen Lurwig von der DAK-Gesundheit in Balingen.



Bunte Plakate

„Mit ‚bunt statt blau‘ werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen Alkoholexzesse. Das macht diese Präventionskampagne so besonders.“ Seit 2010 haben mehr als 115.000 Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland bunte Plakate gegen Alkoholexzesse gestaltet, darunter viele aus dem Zollernalbkreis.

Die Aktion „Bunt statt Blau“ wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt. „Viele junge Leute überschätzen sich und glauben, dass exzessives Trinken zum Feiern dazugehört. Der Wettbewerb informiert sehr erfolgreich über die Gefahren des riskanten Alkoholkonsums“, erklärt DAK-Chef Steffen Lurwig. „Die Studierenden zeigen mit ihren bunten Plakaten Flagge.

Wenn sie untereinander oder mit ihrem Lehrer im Unterricht über kreative Ideen diskutieren, kommen sie auch über das schwierige Thema Alkoholmissbrauch ins Gespräch.“



Sonderpreis auf Instagram

Auch 2022 gibt es einen Instagram-Sonderpreis für Studierende, die sich über soziale Netzwerke beteiligen: Wer ein Bild seines Posters oder ein Video hochlädt, hat die Chance auf ein Preisgeld von 300 Euro.



Bis zum nationalen Sieg

Einsendeschluss ist der 30. April. Die Siegerplakate werden dann in allen 16 Bundesländern prämiert.

Im Mai wählt eine Bundesjury mit dem Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Burkhard Blienert, und DAK-Vorstandsmitglied Andreas Storm sowie dem Kieler Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung aus den Landessiegern die Bundessieger aus.