Die Waldbrandgefahr in der Region ist extrem hoch – Region

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– Die Waldbrandgefahr steigt derzeit in ganz Bayern aufgrund der sonnigen und regenarmen Witterung stark an. Für die kommenden Tage spricht der Deutsche Wetterdienst die zweithöchste Warnstufe für Mittel- und Unterfranken sowie Teile der Oberpfalz aus. Und in einem anderen Bereich besteht nun enorme Brandgefahr.


Die Karte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist eindeutig: Große Teile Frankens und der Oberpfalz werden zum kommenden Wochenende knallrot leuchten. Bei Stufe 4 von 5 besteht eine hohe Waldbrandgefahr. Doch nicht nur in den Wäldern reicht ein kleiner Funke für ein verheerendes Lauffeuer. Auch große Gras- und Wiesenflächen, insbesondere solche, die täglich viel Sonne abbekommen, können schnell Feuer fangen. Der DWD vergibt im sogenannten Grünlandbrandindex für fast ganz Deutschland die Stufe 4 von 5.

Im Wald ist das Rauchen strengstens verboten

Angesichts der starken Regenfälle im Januar und Februar erscheint eine hohe Brandgefahr geradezu absurd. Aber die Erklärung dafür ist logisch.



„März ist Waldbrandsaison“, schreibt sie Feuerwehr Baiersdorf im Landkreis Erlangen-Höchstadt auf ihrer Facebook-Seite. Diese alte Feuerwehrweisheit mag Außenstehenden zunächst etwas fremd vorkommen, schreiben die Einsatzkräfte weiter und erklären deshalb den Grund: Obwohl es im Januar und Februar so stark geregnet habe, dass die Wiesen teilweise unter Wasser standen und sich im Wald ausgedehnte Pfützen bildeten, habe es geregnet ist die durch den Frost abgestorbene Vegetation nach den letzten sonnigen und trockenen Tagen „absolut vertrocknet“. Zögernd schießt das frische und feuchte Frühlingsgrün aus dem Boden. „Hinzu kommt die im Laufe des Tages immer stärkere Sonneneinstrahlung, die den Boden zusätzlich austrocknet und aufheizt“, so die Feuerwehr. Eine achtlos weggeworfene Zigarette reicht aus, um den Boden in Brand zu setzen.

Aus diesem Grund gilt in den Bayerischen Wäldern vom 1. März bis Ende Oktober ein striktes Rauchverbot. Auch offene Feuer dürfen in dieser Zeit im Wald nicht entfacht werden.

Mehr Touristen erhöhen das Risiko

Die Regierung von Unterfranken hat für das kommende Wochenende bereits Beobachtungsflüge angeordnet. Auf sonnigen Grünflächen ist die Brandgefahr besonders hoch. Der Nachtfrost mindert die Brandgefahr nicht.


Aufgrund des anhaltend sonnigen Wetters ist auch mit einer großen Zahl von Wochenendausflüglern zu rechnen. Die Regierung appellierte an sie, kein offenes Feuer oder Rauch zu verwenden.