Landkreise bereiten sich auf Flüchtlinge vor – SWR Aktuell

Startseite » Landkreise bereiten sich auf Flüchtlinge vor – SWR Aktuell

Auch die Landkreise in der Region Stuttgart bereiten sich auf die Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine vor. Immobilien und zahlreiche Angebote von Privatpersonen werden geprüft.

In den Landkreisen der Region Stuttgart wird derzeit eine ganze Reihe von Angeboten für privates Wohnen gesichtet und geprüft. Bislang wurden rund 1.500 Flüchtlinge in den Erstaufnahmeeinrichtungen in Baden-Württemberg untergebracht. Die überwiegende Mehrheit kommt jedoch, um Verwandte und Freunde zu besuchen. Da die Einreise ohne Visum möglich ist, werden die Flüchtlinge nicht registriert.

Wir spüren eine große Hilfsbereitschaft und Solidarität im Stadtteil.“

allein in Landkreis Esslingen aktuell liegen über 500 Angebote von Privatpersonen vor, die eine Unterkunft anbieten. Die privaten Angebote sollen laut Landratsamt nun alle geprüft und bearbeitet werden. Da die Aufnahmekapazitäten in den Landeserstaufnahmeeinrichtungen erhöht wurden, rechnet der Kreis Esslingen in dieser Woche noch nicht mit einer Unterbringung. Die ersten Flüchtlinge sind in einem Veranstaltungshotel in Esslingen untergebracht, vier Frauen mit ihren Kindern.


73 Kinder aus einem Kinderheim in der Ukraine sind im Landkreis Böblingen angekommen. Sie hatten es mit ihren Betreuern über die Grenze nach Rumänien geschafft. Der Landkreis Böblingen ließ sie dort kurzfristig abholen.



Landkreis Böblingen, Pressestelle


Auch der Kreis Böblingen prüft Angebote von Privatpersonen und geeigneten Immobilien, die für die Aufnahme von Flüchtlingen geeignet sind. Neben kreiseigenen Gebäuden kommen auch Beherbergungsbetriebe oder andere Liegenschaften in Betracht. Der Kreis hat einen zentraler Punkt eingerichtet, an die sich die Bürger wenden können.

Landkreis Böblingen: 73 Kinder aus der Ukraine untergebracht

Zuletzt wurden 73 ukrainische Kinder im Alter zwischen drei und 17 Jahren im Landkreis Böblingen untergebracht. Es sind Kinder aus einem Kinderheim in der Ukraine, die es mit insgesamt vier Betreuern über die Grenze nach Rumänien geschafft haben. Aber sie konnten dort nicht lange bleiben. Der Hilferuf erreichte den Landkreis Böblingen, wo kurzfristig entschieden wurde einzuspringen und die Abholung und Unterbringung der Kinder zu organisieren. „Eine tolle Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Waldhaus, der Polizeischule und der Stadt Böblingen“, lobte der Böblinger Landrat Roland Bernhard.

Rems-Murr-Kreis: 90 Plätze pro Monat

Auch der Rems-Murr-Kreis Erwartet, wie alle anderen Landkreise, kurzfristig einen Bedarf an zusätzlichen Plätzen für Flüchtlinge aus der Ukraine. Wichtig ist vor allem, dass in enger Abstimmung auf allen Ebenen (Land, Landkreis, Kommunen) weitere Kapazitäten geschaffen werden. In den Gemeinschaftsunterkünften des Landkreises sind derzeit rund 90 Reserveplätze pro Monat geplant und verfügbar. Weitere Plätze in den Unterkünften würden durch Zuweisungen an die Nachfolgeunterkünfte in den Städten und Gemeinden und die geplante Inbetriebnahme geschaffen. Auch der Rems-Murr-Kreis hat eine zentrale Informationsseite zum Thema „Flüchtlinge aus der Ukraine„.

Arbeitskreis im Landkreis Göppingen

Auch der Landkreis Göppingen hat unter der Leitung von Landrat Wolff eine Task Force eingerichtet. Außerdem wurde eine Hotline eingerichtet und aktuelle Informationen werden auf einer Website veröffentlicht. Vorrangige Aufgabe ist es, die Kapazitäten in den temporären Unterkünften sehr schnell zu erhöhen, sowie die Koordination und Beschaffung von privatem Wohnraum. Angebote von Privatpersonen können direkt unter www.wirhelfen-gp.de eingestellt werden.

Der Landkreis Ludwigsburg sucht eine Wohnung

der Landkreis Ludwigsburg sucht intensiv nach neuen Unterkunftskapazitäten. Dies gilt auch für die Gemeinden im Landkreis. Die Rahmenbedingungen für die Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine seien geklärt, einige Details müssten laut Pressestelle aber noch von Bund und Ländern festgelegt werden. In den Gemeinden des Landkreises sind bereits Flüchtlinge angekommen und wurden dort untergebracht. Bisher ist nicht bekannt, wie viele und wann Flüchtlinge vom Staat zugewiesen werden. Der Landkreis Ludwigsburg rechnet in den nächsten Tagen mit den ersten Einsätzen.