Leipziger Buchmesse abgesagt! Kein Alternativprogramm

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Die Leipziger Buchmesse wird in diesem Jahr nicht wieder stattfinden können. Grund dafür ist die Absage diverser Verlagsgruppen und Aussteller. Auch die Manga Comic-Con, das Literaturfestival „Leipzig liest“ und die Antiquariatsmesse fallen ersatzlos aus. Wieder Man freue sich sehr über das Signal der Politik, Messen und Kongresse endlich wieder zuzulassen, sagte der Geschäftsführer der Leipziger Messe, Martin Buhl-Wagner. Man ist dankbar für das große Vertrauen, auch in Pandemiezeiten Veranstaltungen sicher durchführen zu können.

Aber: „Leider können viele Aussteller aufgrund der Unberechenbarkeit der Pandemie derzeit eine so große Publikumsveranstaltung nicht verlässlich planen. Dies führte zu vielen kurzfristigen Absagen. Daher haben wir uns nun schweren Herzens entschieden, die Leipziger Buchmesse nicht durchzuführen. Diese Absage ist der Besonderheit der Veranstaltung geschuldet und gilt nicht für andere Messen und Kongresse auf der Leipziger Messe“, so Buhl-Wagner weiter.

Auf die Eröffnung bis zum Ende gehofft

Buchmessechef Oliver Zille sagte, es habe bis zuletzt gekämpft. „Leider führt die volatile Pandemie-Situation bei vielen Ausstellern zu personellen Engpässen. In Absprache mit dem Beirat haben wir uns entschieden, die Veranstaltung abzusagen. Wir danken allen Ausstellern für ihr Vertrauen in die Leipziger Buchmesse und unser treues Publikum.“

Auch die Vorsitzende des Deutschen Buchhandelsverbandes, Karin Schmidt-Friedrichs, ist traurig: „Die Absage der Leipziger Buchmesse ist ein schwerer Schlag für die Branche. Die Messe wäre sehr wichtig gewesen für das Buch und alle, die dafür und davon leben. Jetzt verpassen die Verlage und ihre Autoren einmal mehr diese lang ersehnte Etappe.“ Die letzten Tage hätten gezeigt, dass Verlage aufgrund der Unberechenbarkeit der Omicron-Variante keine festen Zusagen machen können. Schmidt-Friedrichs bedankte sich auch bei der Politik, „die käme haben die Messe möglich gemacht.“ Sie bedankte sich auch bei Oliver Zille und seinem engagierten Team.

Dieses Jahr kein Alternativprogramm

Aufgrund der kurzfristigen Absage und der kurzen Vorlaufzeit wird es in diesem Jahr voraussichtlich nicht möglich sein, ein digitales Alternativprogramm umzusetzen. Lediglich die Verleihungen des Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung (16. März) und des Preises der Leipziger Buchmesse (17. März) finden statt und werden live gestreamt.

Abmeldungen verschiedener Verlagsgruppen

Erst gestern wurde bekannt, dass weitere für die Buchmesse wichtige Verlage und Aussteller (u.a Reclam, HarperCollins und Diogenes) nicht an dem großen Event teilnehmen. Hingegen wurde Interesse am Lesefest „Leipzig liest“ bekundet.

Börsenverein schickt offenen Brief an Messeveranstalter Oliver Zille

in Eins offener Brief Die Vorsitzende des Tauschvereins, Karin Schmidt-Friedrichs, und der Hauptgeschäftsführer des Tauschvereins, Peter Kraus vom Cleff, danken dem Leiter der Leipziger Buchmesse, Oliver Zille, der „wie ein Löwe“ für die Organisation gekämpft habe die Messe bis zum Schluss. Zille gelang es, die nötige Unterstützung von Stadt und Land zu bekommen. Letztendlich zog ihn“Corona vom Messehallenboden unter den Füßen von der anderen Seite“

Gleichzeitig wenden sich Schmidt-Friedrichs und Kraus vom Cleff mit ihrem Schreiben an die gesamte Branche. Es wird gesagt, dass man Trauer nicht in Wut verwandeln sollte. „Begegnen wir denen, die ihre Teilnahme abgesagt haben, mit Respekt und Anerkennung – sie handelten aus Verantwortungsbewusstsein und keineswegs aus Messemüdigkeit, im Gegenteil.“