Minus von 24 % im Quartal in der Region: China bremst Adidas

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Minus von 24 % im Quartal in der Region: China bremst Adidas

Das Marktumfeld in China stellt die Nummer zwei der Welt weiterhin vor große Herausforderungen. (Foto: Adidas-Geschäft in Shanghai)

Der Jahresendspurt blieb aus. Adidas musste im Schlussquartal 2021 einen währungsbereinigten Umsatzrückgang von 3 % hinnehmen. Der Umsatz stieg im Gesamtjahr um 16 % auf 21,23 Mrd. Euro – liegt aber immer noch unter dem Vor-Corona-Niveau. Im Jahr 2019 betrug der Umsatz der Marke Adidas 21,89 Milliarden Euro. Der Gewinn stieg um mehr als 1 Milliarde Euro auf 1,5 Milliarden Euro.

Vor allem China bremst Adidas weiter aus. In diesem Markt, der in den letzten Jahren ein wichtiger Wachstums- und Margenmotor für den Konzern war, verlor er von Oktober bis Dezember 24 %. Der währungsbereinigte Anstieg für das Gesamtjahr schmolz damit auf 3 %. Insgesamt setzte der Konzern in seinem drittwichtigsten Markt 4,6 Milliarden Euro um. Die Zeit der großen Wachstumsphantasie in China ist vorerst vorbei. Für 2022 erwartet der Konzern in der Region ein moderates Wachstum im mittleren einstelligen Bereich.

Lieferengpässe wirkten sich am stärksten in Nordamerika aus. Währungsbereinigt ging der Umsatz dort im vierten Quartal um 4 % auf 1,3 Mrd. Euro zurück. Im Gesamtjahr legten die drei Streifen im Heimatmarkt des Swoosh um 17 % auf 5,1 Milliarden Euro zu. Adidas konnte im eigenen Heimatmarkt deutlich zulegen. 15 % Plus im Quartal, 24 % Plus im Jahr, das ist die Bilanz für die Region EMEA mit einem Gesamtjahresumsatz von 7,8 Milliarden Euro.
Für 2022 prognostiziert CEO Kasper Rorsted ein währungsbereinigtes Wachstum von 11 bis 13 %. Darin enthalten ist ein Risiko von bis zu 250 Mio. EUR aus dem Russland/GUS-Geschäft. Das entspricht etwa der Hälfte des Umsatzes, den Adidas in der Region macht.

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