Remchingen braucht Platz für Flüchtlinge – Wohnraum schaffen

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Remchingen braucht Platz für Flüchtlinge – Wohnraum schaffen

Beratung am 17. Februar

Remchingen braucht mehr Platz für Flüchtlinge. 14 Personen sind in der ersten Jahreshälfte der Gemeinschaft zugeteilt. Mindestens weitere 14 könnten in der zweiten Jahreshälfte hinzukommen.

Die Politik in Remchingen fordert mehr Platz für Flüchtlinge.

Foto: Julian Zachmann

Als Unterkunft bietet sich ein Grundstück in Nöttingen an. Darüber berät der Gemeinderat am Donnerstag, 17. Februar. Das Landratsamt Enzkreis hat der Gemeinde Remchingen für das erste Halbjahr 2022 14 Flüchtlinge zugeteilt. Zwei seien vergangene Woche untergebracht worden, schreibt die Gemeindeverwaltung.

Die restlichen zwölf Personen sollen in den kommenden Wochen auf Unterkünfte verteilt werden. Damit sind nach Angaben der Gemeinde die Kapazitäten an gemeinschaftlichem Wohnraum erschöpft.

Land in Nöttingen ist eine Option

Daher muss sich Remchingen umgehend um die zeitnahe Schaffung von Wohnraum für Flüchtlinge an geeigneter Stelle kümmern. In Frage kommt das gemeindeeigene Grundstück in der Lailingstraße 19 in Nöttingen.

Hier konnten Unterkünfte in Modulbauweise geschaffen werden. Der Standort war bereits im Sommer 2018 im Finanzausschuss als möglicher Ort für Flüchtlingsunterkünfte identifiziert worden. Hier stünde eine Bruttogeschossfläche von 135 Quadratmetern zur Verfügung.

Ausgehend von einem Platzbedarf von acht Quadratmetern pro Person könnten auf der Fläche auf zwei Etagen 32 Personen untergebracht werden. Dafür wären 15 Module erforderlich.

Die Community hat bereits bei Herstellern nachgefragt. Die Kosten pro Modul inklusive Transport und Montagekran würden 25.000 Euro betragen. Die Gesamtkosten für das System werden auf 375.000 Euro geschätzt. Die Lieferzeit beträgt voraussichtlich rund 14 Wochen.

Der Gemeinderat Remchingen wird sich am 17. Februar mit dem Thema befassen

Der Gemeinderat will sich in seiner Sitzung am Donnerstag, 17. Februar, im Foyer der Kulturhalle in Wilferdingen mit dem Thema befassen. Es geht um den Bauantrag und um die Beauftragung der Verwaltung mit der Planung und der Ausschreibung.

„Wir brauchen dringend Wohnraum“, sagt Matthias Lajer, Integrationsmanager der Gemeinde Remchingen. 177 Geflüchtete leben derzeit in insgesamt 19 Wohnungen in den Stadtteilen Wilferdingen, Singen und Nöttingen.

16 Wohnungen gehören der Gemeinde, die restlichen drei werden vermietet. Mit 14 zugewiesenen Flüchtlingen liegt Remchingen im Enzkreis auf Platz drei hinter Mühlacker (30) und Straubenhardt (20).