Warnstreiks von Erziehern und Sozialarbeitern in der Region

Startseite » Warnstreiks von Erziehern und Sozialarbeitern in der Region
Warnstreiks von Erziehern und Sozialarbeitern in der Region

Eine Awo-Kita ist wegen Warnstreiks geschlossen. − Foto: Caroline Seidel/dpa

Am Weltfrauentag an diesem Dienstag ruft die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bundesweit zu Warnstreiks und Protestkundgebungen von Erziehern und Sozialarbeitern auf. Auch Kitas sind daher in der Region geschlossen.

Damit will Verdi den Druck auf die kommunalen Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde für Sozialleistungen erhöhen. In Bayern sind mehrere Protestaktionen und Kundgebungen geplant, unter anderem in Nürnberg, München und Regensburg.

„Mehr als 80 Prozent der Beschäftigten im Sozial- und Bildungswesen sind Frauen“, sagt Robert Hinke, Leiter Soziales und Bildung bei Verdi Bayern. „Wirksame Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel, bessere Arbeitsbedingungen und eine finanzielle Aufwertung der Arbeit in Pflegeberufen sind seit Jahrzehnten überfällig.“

Verdi: 173.000 Fachkräfte fehlen

Laut Verdi fehlen inzwischen bundesweit rund 173.000 Fachkräfte in Kindergärten und Kitas. Die Gewerkschaft warnt davor, dass sich der Personalmangel verschärfen könnte, wenn die Bezahlung nicht deutlich verbessert wird.

Die Tarifverhandlungen waren eigentlich für das Frühjahr 2020 geplant, wurden aber nach Beginn der Corona-Pandemie auf Eis gelegt. Verdi fordert keine prozentuale Lohnerhöhung, sondern höhere Einstufungen sozialer Berufe in die Gehaltsstufen. Kommunale Arbeitgeber argumentieren, dass Erzieher bereits besser verdienen als vergleichbare Berufe. − dpa