Anwohner wollen die Zufahrtsstraße geräumt – Endingen

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Anwohner wollen die Zufahrtsstraße geräumt – Endingen

Vorgaberaster für die Bebauung des Strbelgebietes stößt bei Bürgern auf Widerspruch.

. Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Kiechlinsbergen sorgte ein Thema, das nicht auf der Tagesordnung stand, für Diskussionen: die Entwicklung des Strbelgebietes. Oberbürgermeister Andreas Hgle versicherte noch einmal maximale Transparenz im Falle einer geplanten Bebauung. Die angestrebte städtebauliche Veränderung wird laut Bürgermeister derzeit geprüft.

Um den Investoren einen Rahmen zu geben, beschloss der Gemeinderat im November vergangenen Jahres eine Vergabematrix, die von Bruno Müller vom Städtischen Bauamt erstellt wurde (BZ berichtete). Damit soll möglichen Investoren vermittelt werden, dass Mehrfamilienhäuser mit Ein- bis Dreizimmerwohnungen als Gebäude erwünscht sind. Es wurden einige Punkte ausgearbeitet, die es zu beachten gilt. Um positiven Anregungen nicht im Wege zu stehen, wurde das Thema Zugang nicht weiter eingegrenzt. Allerdings gibt es einen Hinweis in der Präambel der Zuordnungsmatrix.

Anwohner sehen den Zugang über die Gasse „Im Mühlengarten“ kritisch. Sie befürchten ein hohes Verkehrsaufkommen und eine Gefährdung der Schulkinder in der in der Gasse gelegenen Schule. Die Gemeinderäte Thomas Spth und Marco König sprachen sich für eine erneute Abwägung der Bedenken aus. Auch er sei gegen den Zugang über die Straße „Im Mühlengarten“, machte er deutlich. Da noch keine Bauvorhaben geplant sind, hielt Alexander Meyer die Diskussion um eine mögliche Zufahrtsstraße für verfrüht. Bürgermeister Hägle betonte noch einmal, dass dieser Punkt im Vergaberaster bewusst offen gelassen wurde. Jeder anstehende Vorschlag wird im Ausschuss ausführlich diskutiert.

Auf den Vorwurf, die Entscheidung über den Vergaberaster sei vorschnell ohne Anhörung der Anwohner getroffen worden, meldete sich Endingens Bürgermeister Tobias Metz zu Wort. Es ist klar, dass es nicht einfach ist, urbane Veränderungen in einer Stadt vorzunehmen. In der vereinbarten Zuordnungsmatrix ist der Zugang nur ein Punkt unter vielen. Es ist nur ein Vorschlag der Verwaltung, die es für sinnvoll hält, darüber nachzudenken. „Das heißt aber nicht, dass es so kommt“, betonte Metz. Sie wollen die Konzepte bekommen und sie dann diskutieren. Metz wehrte sich energisch gegen den Vorwurf, er habe undemokratisch gehandelt. „Wir haben das Projekt vorsichtig in den Vorstand gebracht, es ist nicht undemokratisch gelaufen“, sagte er.