„Bei Rudi wissen wir, wo wir stehen“

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„Bei Rudi wissen wir, wo wir stehen“

Gianluca Rizzo kann endlich wieder auf seine bevorzugte Angriffsposition zurückkehren. Der Stürmer des SV Straelen erzielte im Pokalspiel in Monheim den Siegtreffer und hofft, dass Rudi Zedi noch etwas länger auf der Bank sitzen wird.

Endlich wieder ein Erfolgserlebnis. Das 1:0 in der Oberliga 1 FC Monheim und der damit verbundene Einzug ins Viertelfinale für die Niederrheinpokal hat die zuletzt stark angeschlagene Mannschaft von Regionalligist SV Straelen gut gemacht.

SV Straelen

14:00

Schalke 04 II

Der Schütze des entscheidenden Tores war am Mittwochabend Gianluca Rizzoder seine eigene Sicht auf das Spiel hat: „Das Spiel hat endlich wieder Spaß gemacht. Die Aggressivität, die Laufbereitschaft war bei allen da. Wir haben guten Fußball gespielt, den Ball in den eigenen Reihen gut laufen lassen. Wir waren nicht so.“ viel in ein Korsett taktischer Zwänge gesperrt, unser Trainer hat uns Raum für Kreativität gelassen.“

Rizzo will ganz oben mitspielen

Der 25-Jährige, der in Krefeld geboren wurde, wurde zum Saisonstart als prominente Verstärkung verpflichtet, konnte in seinen bisher 22 Einsätzen die Erwartungen aber nicht erfüllen. „Ich bin selbstkritisch genug, das zuzugeben“, sagt Rizzo. „Ich gehe immer noch auf den Platz, um unbedingt jedes Spiel gewinnen zu wollen. Leider war ich am Ende mehrfach enttäuscht von mir und meiner Leistung.“ Er nimmt dies nicht als Ausrede, sondern als möglichen Grund dafür, dass er ein ausgebildeter Mittelstürmer ist und auf dieser Position nicht eingesetzt wurde oder alternativ als echter hängender Stürmer. „Ich habe zu oft die ‚Acht‘ oder sogar die ‚Sechs‘ gespielt. Ich habe die Rolle angenommen, aber es ist einfach nicht meine Position.“

Fehlende Leistungs- und Ergebniskonstanz ist in dieser Saison die Paradedisziplin des SV Straelen, für die der stellvertretende Kapitän gleich mehrere Lösungsansätze anbietet: „Wir Spieler müssen in erster Linie auf unsere eigene Nase schauen, und damit meine ich mich selbst. Als Kollektiv haben wir es zu oft nicht geschafft, unsere Leistungsgrenzen zu erreichen. Nach einem Erfolg waren wir wahrscheinlich zu schnell zufrieden und konnten nicht an gute Leistungen anknüpfen.“

Lob für Rudi Zedi

Erstens die häufigen Trainerwechsel während der Saison Benedikt Wochendann als Interimstrainer Rudi Zedinachdem Thomas Gerstner und jetzt spielt auch wieder Rudi Zedi seiner Meinung nach eine Rolle: „Entlassungen von Trainern bedeuten immer etwas Negatives, gehören aber leider zum Geschäft. Aus meiner ganz persönlichen Sicht muss ich sagen, dass ich nicht einstellen würde „Zu diesem Zeitpunkt ein neuer Trainer. Rudi macht seinen Job sehr gut und wird von allen akzeptiert. Er kennt uns sehr gut und weiß, wie er uns anpacken kann. Ein neuer Trainer würde uns wieder mit neuen Prozessen und Automatismen konfrontieren. Wir kennen Rudi Zedi.“ „Bei ihm wissen wir, wo wir stehen. Ich glaube, ich spreche nicht nur für mich, sondern auch für die Mannschaft, denn die Trainerfrage wird natürlich auch unter uns Spielern diskutiert.“

Nicht zu vergessen das Verletzungspech, das die Mannschaft die ganze Saison über plagte: „Manchmal hatten wir nur zehn Leute im Training. Wichtige Spieler wie Kevin Wolze, Ferry de Regt, Jelle van Benthem und Noah Holtschoppen konnten uns praktisch nicht helfen . Irwin Pfeiffer nicht zu vergessen. Solche Spieler sind auf Dauer nicht zu ersetzen und uns fehlt es an jeder Ecke.“ Trotz allem attestiert Gianluca Rizzo dem Straelener Kader absolutes Regionalliga-Format und blickt zuversichtlich in das Spiel gegen die U23-Auswahl des Zweitligisten FC Schalke 04. „Ich kenne die etwas angespannte Tabellensituation, es ist ein sehr wichtiges Spiel, Aber ich sehe es nicht als Finale. Ich glaube fest daran, dass wir gegen Schalke all das durchziehen können, was wir im Spiel gegen Monheim gezeigt haben. Wir müssen von Anfang an da sein und durch unsere Offensive klar werden Zweikampfverhalten, dass Schalke von der Römerstraße nichts zu gewinnen hat, mit einem Sieg können wir Schalke überholen“, formuliert Rizzo das Ziel, das für einen ehemaligen Dortmunder selbstverständlich ist.