Ernährung: Psychologie: Wie wir gesündere Lebensmittel kaufen würden – Gesundheit & Leben

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Ernährung: Psychologie: Wie wir gesündere Lebensmittel kaufen würden – Gesundheit & Leben

In einer zweiten Studie untersuchte dasselbe Team sechs Interventionen, um festzustellen, ob sie den Verkauf gesünderer Optionen ankurbeln würden, mit gemischten Ergebnissen: Wenn beispielsweise fettarme Pommes zum Angebot eines Supermarkts hinzugefügt wurden, gingen die Verkäufe von normalen Pommes um 23 Prozent zurück. Mit einem breiteren Angebot an zuckerreduzierten Keksen kauften die Kunden eher kalorienarme Optionen (plus 18 Prozent) und weniger normale Kekse (minus 4 Prozent). Kurzzeitig höhere Umsätze brachten gezielte Sonderangebote für saisonales Obst und Gemüse sowie eine Aktion, bei der mit Disney-Figuren ausgewählte Früchte und Baked Beans beworben wurden. Dagegen blieb die Positionierung von Frühstückscerealien mit höherem Ballaststoffgehalt und/oder weniger Zucker auf Augenhöhe der Kunden ebenso wirkungslos wie die spezielle Kennzeichnung von zuckerarmen oder zuckerfreien Getränken am Regalrand.

Die Platzierung ist sehr wichtig

Für die Autoren liefert ihre Studie Hinweise, welche Maßnahmen weiter erforscht und möglicherweise als Grundlage für die Entwicklung entsprechender Regelungen genutzt werden könnten. Sie betonen jedoch auch, dass sich die untersuchten Interventionen darauf konzentrierten, einen Wechsel von einer weniger gesunden zu einer gesünderen Option zu fördern oder den Gesamtverkauf von gesunden Lebensmitteln wie Obst und Gemüse zu steigern. Sie schreiben: „Die Auswirkungen dieser Maßnahmen auf den Gesamtenergiegehalt von Lebensmitteleinkäufen dürften deutlich geringer sein als Maßnahmen, die speziell auf die Reduzierung von Impulskäufen abzielen, wie das Entfernen von Lebensmitteln mit hohem Fett-, Zucker- und Salzgehalt von prominenten Stellen wie zum Beispiel am Ende der Korridore.“

Tatsächlich fand eine andere britische Studie kürzlich heraus, dass Supermarktkäufer deutlich weniger Süßigkeiten kauften, wenn sie nicht im Kassenbereich am Ende des Einkaufswegs platziert wurden. Umgekehrt wurden Obst und Gemüse häufiger abgeholt, wenn sie im Eingangsbereich des Ladens ausgestellt waren. Aus psychologischen Gründen ist dies aber ohnehin oft ein beliebter Ort für solche Waren: Das bunte Sortiment soll Frische und Gesundheit suggerieren.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Dienstes der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie werden von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.