Gesundheit – Essen – Ärzte kritisieren Corona-Lockerungen: „Unverzeihlich“ – Gesundheit

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Gesundheit – Essen – Ärzte kritisieren Corona-Lockerungen: „Unverzeihlich“ – Gesundheit

Essen/Köln (dpa/lnw) – In Interviews haben führende Mediziner in Nordrhein-Westfalen das Auslaufen wesentlicher Corona-Schutzmaßnahmen an diesem Samstag kritisiert. „Ich hätte mir gewünscht, dass die strengeren Regelungen zumindest bis Ostern gelten“, sagte Prof. Oliver Witzke, Direktor der Klinik für Infektiologie am Universitätsklinikum Essen, der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Freitag).

Der Leiter der Medizinischen Klinik I des Universitätsklinikums Köln, Michael Hallek, sagte im Podcast „Talk mit K“ des „Kölner Stadt-Anzeigers“: „Wir müssen Menschen schützen, die auch unter omicron noch schwer erkrankt sind.“ Diese Personen nicht in die Überlegungen einzubeziehen, sei „unverzeihlich“.

Nach dem Bundesinfektionsschutzgesetz sind nach dem 2. April grundlegende Schutzmaßnahmen nur noch in wenigen besonders gefährdeten Bereichen wie dem öffentlichen Nahverkehr und Krankenhäusern möglich. In NRW sollen die Zugangspflichten 3G (geimpft, genesen oder getestet) und 2Gplus (geimpft, genesen, plus getestet oder geboostet) abgeschafft werden, zudem hatte die Landesregierung angekündigt, dass die Maskenpflicht in öffentlichen Innenräumen nicht darüber hinaus aufrechterhalten werde 2. April.

Maßnahmen wie Abstandhalten und das Tragen einer Maske seien für ihn keine erhebliche Freiheitseinschränkung, sondern eine Maßnahme der Rücksichtnahme, sagte Hallek. „Das Wort Rücksicht habe ich in der Debatte überhaupt nicht gehört. Das macht mir große Sorgen um den Zustand unserer Republik“, kritisierte der Kölner Mediziner.

Albert Gehle, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, forderte „jetzt scharfe Schutzmaßnahmen, um Ende des Jahres Luft zu holen und einen absoluten Lockdown zu verhindern“ https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/.“ Es wird keine Atempause geben – weder für die Bevölkerung noch für die Beschäftigten im Gesundheitswesen“, sagte Gehle der WAZ.

Massenveranstaltungen wie das Bundesligaspiel in Dortmund, wo sich am Samstag mehr als 80.000 Menschen auf engem Raum versammeln, seien kritisch zu sehen, sagte Witzke: „Statistisch gesehen sind 600 bis 1.000 der Zuschauer positiv. Danach werden wir sicherlich Hunderte weitere Infizierte haben, sozusagen Vorankündigung.“

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