Gesundheit: Gesetzlicher Rahmen für neue Quarantäneregeln zu versiegeln – Inland

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Künftig sollen unter anderem „aufgeimpfte Menschen“ mit einer Auffrischimpfung als Kontaktperson für Infizierte von der Quarantäne ausgenommen werden. Mit einer entsprechenden Verordnung soll sich das Bundeskabinett am Mittwoch befassen, wie das Gesundheitsministerium am Abend mitteilte. Es soll dann am Donnerstag in den Bundestag und am Freitag schließlich in den Bundesrat kommen. Letztlich müssen die Quarantäneregeln von den Bundesländern umgesetzt werden.

Bund und Länder haben sich vergangene Woche auf die neuen Regelungen mit Blick auf die Verbreitung der neuen Omikron-Virus-Variante geeinigt. Generell sollten die Trennzeiten verkürzt werden. Auch das Robert Koch-Institut (RKI) soll am Freitag aktualisierte Empfehlungen veröffentlichen, wie das Ministerium mitteilte.

„Sieben-Tage-Regel“

Laut einem RKI-Entwurf soll die Quarantäne für Kontaktpersonen von Infizierten und die Isolation, wenn man selbst erkrankt ist, nach einer „Sieben-Tage-Regel“ erfolgen: Sie kann nach sieben Tagen enden, wenn man sich mit einem negativen PCR- oder Schnelltest „Kostenlose Tests“. Ohne Test sollen sie künftig zehn Tage dauern.

Die Regelungen sollen unabhängig von der Form des Virus gelten. Bisher können Quarantäne und Isolation bis zu 14 Tage gelten, je nach Virusvariante, Impfung und Genesungsstatus. Bei Omikronen zum Beispiel gibt es keine Ausnahmen für Geimpfte.

Für Mitarbeiter in Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung soll die Isolation ebenfalls sieben Tage dauern – am Ende ist sie aber mit einem genaueren PCR-Labortest obligatorisch. Außerdem müssen Sie vorher 48 Stunden beschwerdefrei sein. Für Kinder in Schulen und Kitas soll die Quarantäne als Kontaktperson fünf Tage dauern, mit abschließendem PCR oder Schnelltest.

Die Quarantänekürzungen sollen auch bei einem starken Anstieg der Zahl der Infizierten wichtige Versorgungsgebiete am Laufen halten.

© dpa-infocom, dpa: 220112-99-674400 / 2

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