Große Luftstudie – dem Coronavirus geht hier die Puste aus – Gesundheit

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London – Britische Forscher haben mit einer neuen Messmethode untersucht, wie lange das Coronavirus in der Raumluft aktiv bleibt. Die Folge: In Duschräumen und Dampfbädern bleibt es noch mindestens 20 Minuten ansteckend, nachdem ein Infizierter den Standort bereits verlassen hat.

Dementsprechend scheint das Coronavirus besonders feuchte Umgebungen zu lieben, so Wissenschaftler der Universität Bristol. Das fanden die Forscher mit einer neuen, ihrer Meinung nach genaueren Messmethode heraus.

Hintergrund: Die Viren trocknen aus, wenn Sie keine feuchten Bedingungen haben, zum Beispiel in trockener Luft. Dies wiederum verringert die Fähigkeit, menschliche Zellen zu infizieren, stark.

Wichtig ist, so die Autoren der Studie, die Geschwindigkeit, mit der die Partikel austrocknen. Und das hängt auch von der Luftfeuchtigkeit ab.

▶ ︎ In einer büroähnlichen Umgebung (Luftfeuchtigkeit von 40 Prozent) verliert das Virus innerhalb von 10 Sekunden die Hälfte seiner Ansteckungsfähigkeit.

▶ ︎ In einem Dampfbad oder Duschraum (90 Prozent Luftfeuchtigkeit) war nach fünf Minuten noch die Hälfte der Partikel infektiös. Und nach 20 Minuten waren es noch etwa 10 Prozent.

Die Temperatur hat der Studie zufolge dagegen keinen Einfluss auf die Virusinfektiosität, trotz der weit verbreiteten Theorie, dass sich Covid im Sommer schwerer ausbreiten kann.