Impfgegner fordert Demonstrationen von der Intensivstation – dann stirbt er an Corona

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Die Regensburger Impfgegner-Szene trauert um Otmar Spirk. Der Anwalt, der sich vor allem für Obdachlose und Drogenabhängige eingesetzt hat, ist an den Folgen des Coronavirus gestorben. Fatal: Er war einer der größten Impfgegner in Bayern, bezeichnete sich selbst als „Querdenker“.

Bis kurz vor seinem Tod betrieb Ende der sechziger Jahre ein Blog namens „Leben und leben lassenSubtext: Jeder solle frei entscheiden können, ob er sich impfen lasse oder nicht. Er wehrte sich auch gegen andere Maßnahmen – etwa die 2G-Regel (Ausschluss der Ungeimpften).

Regensburg (Bayern): Impfgegner erkrankt an Corona und stirbt

Dann im Dezember die Wende. Spirk ist an Corona erkrankt. Auf seinem Blog erschien ein Update: „Liebe Leserinnen und Leser, der Redakteur ist seit 1 Woche an Covid 19 erkrankt und liegt im Bett. Herzliche Grüße.“

Kurios: Im Dezember, als Spirk bereits auf der Intensivstation behandelt wurde, rief er zur Teilnahme an Demonstrationen gegen die Maßnahmen in Regensburg auf. Er zitierte die jüdisch-deutsche Publizistin Hannah Arendt: „Wer sein Leben auf den Knien verbringt, hat keine.“

Am 7. Januar starb der 67-Jährige im Krankenhaus. Der Wunsch nach Freiheit war wohl größer als die Angst vor dem unberechenbaren Virus.

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