Kabarettist Detlev Schönauer liegt nach Corona-Erkrankung im Koma

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Er stellte öffentlich die Politik der Bundesregierung und die Corona-Maßnahmen in Frage und sprach sich offen gegen Impfungen aus. Detlev Schönauer liegt nun im künstlichen Koma, nachdem sich der Kabarettist mit Covid-19 infiziert hat.

Im März 2021 verabschiedete sich Detlev Schönauer nach 40 Jahren von der Bühne und ging in den Ruhestand. Sein Plan für danach: Bücher schreiben, einen Videoblog eröffnen und eventuell den ein oder anderen Auftritt bei einer Gala oder einem Fest, sagte er einmal der Deutschen Presse-Agentur.

„Er ist sehr krank“

Doch nun liegt der Komiker in einem Krankenhaus in Ungarn im künstlichen Koma, wie eine Sprecherin der Kanizsai-Dorottya-Klinik im ungarischen Nagykanizsa gegenüber der „Saarbrücker Zeitung“ bestätigt. Dort wird der 68-Jährige wegen seiner Corona-Infektion seit Dezember behandelt und künstlich beatmet.

Detlev Schönauer, vor allem bekannt durch seine Rolle als französischer Bistrowirt Jacques, ist im vergangenen Jahr mit seiner Frau Marion nach Ungarn ausgewandert. Er schreibt eine Kolumne für die „Budapester Zeitung“. Der Chefredakteur des deutschsprachigen Mediums erklärt nun gegenüber der „Saarbrücker Zeitung“: „Er ist sehr krank. Erst jetzt bessert sich sein Zustand langsam.“ Sein Leben ist nicht mehr in Gefahr.

Er wollte sich nicht impfen lassen

Detlev Schönhauer hatte in den vergangenen Wochen auf Facebook immer wieder die Corona-Impfung kritisiert. So schrieb der Kabarettist Anfang November: „Der Anteil der Geimpften auf den Intensivstationen steigt… Allein das ist für mich ein guter Grund, mich nicht impfen zu lassen…“ Das behauptete er auch Impfungen waren nur Geldmacherei.

Seit Ende November ist es ruhig um sein Facebook-Profil geworden. Anfang Dezember soll er in die Klinik eingeliefert worden sein, wo seine Frau ihn nun erstmals besuchen darf.