Katastrophen: Frankreich stellt Verfahren nach Germanwings-Absturz ein – Unterhaltung

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Katastrophen: Frankreich stellt Verfahren nach Germanwings-Absturz ein – Unterhaltung

Das Strafgericht in Marseille sei zu dem Schluss gekommen, dass niemand den Co-Piloten am 24. März 2015 vorhersehen und verhindern konnte, dass der Airbus absichtlich abstürzte und ihn in einen Berg steuerte, sagte die Sprecherin der Kammer für Massenunfälle am Donnerstag. Alle 150 Menschen an Bord des Fluges von Barcelona nach Düsseldorf kamen ums Leben. Die meisten Opfer kamen aus Deutschland, viele von ihnen aus Nordrhein-Westfalen.

Die Entscheidung basiert auf Expertenmeinung

Dabei wollten die Ermittler auch eine mögliche Verantwortlichkeit von Germanwings und der Konzernmutter Lufthansa klären. Die Richter entschieden, dass der Straftatbestand der fahrlässigen Tötung weder gegen natürliche noch gegen juristische Personen erfüllt sei. Damit haben sie die vom Co-Piloten aufgesuchten Ärzte und die Geschäftsführer von Germanwings – heute Eurowings – und der Muttergesellschaft Lufthansa von jeder strafrechtlichen Verantwortlichkeit, also von einem möglichen Fehler, freigesprochen.

Das Gericht stützte seine Entscheidung unter anderem auf einen Arzt, der als Gesundheitsinspektor tätig ist, und auf ein psychiatrisches Gutachten. Letztlich befanden die Richter, dass die suizidale Handlung des Copiloten trotz seiner psychischen Störungen nicht vorhersehbar war. Sein Arbeitgeber sei nicht über die Gründe seiner Arbeitsunterbrechungen informiert worden und der Copilot habe weder den flugärztlichen Dienst noch Kollegen informiert.