Krankenhäuser – Düsseldorf – Verstärkter Personalmangel in Krankenhäusern – Gesundheit

Startseite » Krankenhäuser – Düsseldorf – Verstärkter Personalmangel in Krankenhäusern – Gesundheit

Düsseldorf (dpa/lnw) – Die Omicron-Welle führt zu einem zunehmenden Personalabbau in Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen. Dabei geht es aber nicht nur um Corona-Infektionen bei Mitarbeitern, sondern auch um Quarantäne oder die zeitweise Notwendigkeit der Kinderbetreuung zu Hause, wie die Krankenhausgesellschaft, Verdi und das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium mitteilen. Gleichzeitig ist aber auch die Zahl der Patienten gestiegen, die mit oder wegen Corona zur Behandlung ins Krankenhaus kommen. Das Universitätsklinikum Düsseldorf befindet sich nach Angaben eines Sprechers auf dem höchsten Niveau des Personalmangels seit Beginn der Pandemie.

Nach Angaben des Krankenhausverbandes Nordrhein-Westfalen ist die Lage noch überschaubar. Anders als auf den Intensivstationen kann auf den Isolierstationen, die derzeit unter enormem Druck stehen, Personal aus anderen Abteilungen leichter zur Sicherstellung der Patientenversorgung eingesetzt werden. „Die Versorgung ist derzeit nicht gefährdet“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Krankenhausverbandes Nordrhein-Westfalen, Matthias Blum.

Es würden mehr Menschen mit Corona ins Krankenhaus kommen. „Aber im Moment sind wir mit der Situation auf den Normalstationen gut zurechtgekommen. Auch die Krankenhäuser mussten planbare Operationen nicht nennenswert verschieben“, so Blum. Leider gibt es immer mehr Mitarbeiter, die infiziert sind oder sich in Quarantäne befinden. „Trotz dieser vielschichtigen Anspannung scheint die Situation bisher beherrschbar“, sagte er.

Konkrete Zahlen zum Personalmangel liegen der Krankenhausgesellschaft NRW nicht vor. Allerdings ist aus zahlreichen Berichten von Kliniken bekannt, dass diese derzeit Personalengpässe in ähnlichem Ausmaß wie andere Unternehmen verzeichnen. Teilweise bedeutet dies, dass einzelne Bahnhöfe vorübergehend geschlossen werden müssen, weil alle drei Schichten an einem Tag nicht mehr besetzt werden können. Die Spitäler passten ihren Betrieb laufend der Situation an.

Ein ähnliches Bild zeichnet das NRW-Gesundheitsministerium: In den wöchentlichen Telefon- und Videokonferenzen zwischen den Bezirksregierungen und Krankenhäusern wird von auffälligen Ausfällen durch Infektionen, Quarantäne und Quarantäne von pflegebedürftigen Angehörigen wie Kindern berichtet. Die Ausfälle führten in einigen Krankenhäusern zu vorübergehenden Stationsschließungen und der Absage geplanter Eingriffe, erklärt das Ministerium. Bisher konnten diese Einschränkungen jedoch regional kompensiert werden.

Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi NRW schwächt sich der zunächst starke Anstieg der Infektionszahlen bei den Krankenhausbeschäftigten leicht ab. Alle Berufsgruppen sind betroffen. Die Infektionen ereigneten sich meist im privaten Bereich. Viele Mitarbeiter befinden sich in Quarantäne. Mitarbeiter müssen oft zu Hause bleiben, weil Kitas und Schulen pflegebedürftige Kinder nach Hause schicken. Es kommt immer wieder zu Ausbrüchen auf einzelnen Stationen. Auch vollständig geimpfte und aufgefrischte Mitarbeiter infizierten sich.

© dpa-infocom, dpa:220214-99-115280/2