Live-Ticker Corona am 15. Januar: Pandemie in Bayern – Nachrichten aus Rosenheim, Traunstein, Mühldorf, Altötting und dem Berchtesgadener Land

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Münchens Chefarzt Clemens Wendtner sieht im Impfen die „erste Bürgerpflicht“.

© Sebastian Gollnow/Fotograf Klinikum München/dpa

München/Oberbayern – Das Coronavirus sorgt nach wie vor für Einschränkungen des öffentlichen Lebens in der Region, in Bayern, in Deutschland und weltweit. Die Entwicklungen am Samstag (15.01.) im Newsticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 421 (Quelle/Stand: DIVI, 15. Januar, 8:05 Uhr)
  • Intensivbettenbelegung ILS Rosenheim: 84,3 % (Quelle/Stand: DIVI, 15. Januar, 7:15 Uhr)
  • Intensivbettenauslastung ILS Traunstein: 82,1 % (Quelle/Stand: DIVI, 15. Januar, 7:15 Uhr)
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 676,2, Landkreis Rosenheim 618,2, Landkreis Traunstein 433,8, Landkreis Berchtesgadener Land 374,3, Landkreis Mühldorf 500,5, Landkreis Altötting 381,5 (Quelle/Stand: RKI, 15. Januar, 3:20 Uhr)*
  • Bisher infizierte Personen: Stadt Rosenheim 9270, Landkreis Rosenheim 37.822, Traunstein 28.120, Berchtesgadener Land 16.506, Mühldorf 17.747, Altötting 14.389 (Quelle/Stand: RKI, 15. Januar, 3:20 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 100, Landkreis Rosenheim 640, Traunstein 314, Berchtesgadener Land 158, Mühldorf 261, Altötting 284 (Quelle/Stand: RKI, 15. Januar, 3:20 Uhr)
  • Service: Fälle DeutschlandFälle weltweitÜbersicht Risikogebiete
    * = Wenn die Inzidenz in einer Stadt/einem Landkreis auf 1000 oder höher steigt, treten Sie laut 15. Bayerische Infektionsschutzverordnung eine regionale Hotspot-Sperre vorhanden

Update, 12.15 Uhr – Münchens oberster Infektiologe: Jetzt die vierte Impfung vorbereiten

Der Münchner Corona-Experte Clemens Wendtner fordert eine schnelle Vorbereitung auf die vierte Corona-Impfung – mit den verfügbaren Impfstoffen. „Für mich wäre eine vierte Impfung vier bis sechs Monate nach der dritten Impfung eine adäquate Maßnahme“, sagte der Chefarzt der Infektiologie am Münchner Klinikum Schwabing der Deutschen Presse-Agentur. Gleichzeitig wies er aber darauf hin, dass es aufgrund fehlender Daten noch keine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für eine vierte Impfung gebe.

Oft heißt es, man wolle auf den angepassten Omikron-Impfstoff warten. „Aber ich fürchte, das wird zu lange dauern“, sagte Wendtner. Neue Impfstoffe sind nicht vor April zu erwarten – doch jetzt rollt die Omicron-Welle an.

„Man muss jetzt eine Vier-Impf-Kampagne vorbereiten, auch basierend auf der Verfügbarkeit der aktuell zugelassenen Impfstoffe. Da können wir nicht erst im März oder April darüber nachdenken“, sagte Wendtner. Die vierte Impfung sei bereits ein Thema – und zwar für „die Leute, die im Spätsommer einen Schub bekommen haben“. Das können Beschäftigte im Gesundheitswesen sein, aber auch besonders gefährdete Personen, zum Beispiel in Seniorenheimen.

Update, 10.39 Uhr – Mehr als 10.000 Corona-Neuinfektionen in Bayern

Nachdem innerhalb eines Tages mehr als 10.300 Corona-Neuinfektionen registriert wurden, stieg die Inzidenz in Bayern auf 500,8. Damit haben sich in den vergangenen sieben Tagen mehr als 500 Menschen pro 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstag (Stand 3.20 Uhr) auf seinem Dashboard mit. Am Freitag hatte das RKI die Inzidenz noch mit 473,1 angegeben. Die Zahl der coronabedingten Todesfälle in Bayern ist seit Beginn der Pandemie um 33 auf 20.166 gestiegen.

Die meisten Neuinfektionen wurden in den vergangenen sieben Tagen im Landkreis Lindau gemeldet: Dort erreichte die Inzidenz am Samstag 810,1. Es folgen die Städte Ingolstadt (774) und München (761,9). Am niedrigsten war der Wert in den Kreisen Coburg (171) und Neumarkt in der Oberpfalz (181,9).

Dagegen ging die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen weiter zurück. Das Divi-Intensivregister meldete am Samstagmorgen (Stand 9.05 Uhr) 427 Corona-Patienten auf Intensivstationen in Bayern, 8 weniger als am Freitag. 261 von ihnen mussten invasiv beatmet werden.

Update, 09.27 Uhr – Aktuelle RKI-Zahlen für die Region

7-Tages-Inzidenzen in Südostbayern und die Entwicklung in den vergangenen sieben Tagen (Stand 15.01.2022).

© www.der-himmel-im-suedosten.de

Die Corona-Zahlen in der Region haben sich laut RKI in den vergangenen 24 Stunden unterschiedlich entwickelt. Während beispielsweise der Landkreis Berchtesgadener Land bei der 7-Tage-Inzidenz einen deutlichen Anstieg um 68 Zählungen verzeichnete, sank die Inzidenz im Landkreis Mühldorf um 58.

Die Vorfälle im Einzelnen: Landkreis Altötting (von 338 bis 382), Landkreis Mühldorf (von 558 bis 501), Landkreis Berchtesgadener Land (von 307 bis 374), Landkreis Traunstein (von 415 bis 434), Stadt Rosenheim ( von 692 bis 676) und Landkreis Rosenheim (von 622 bis 618).

Leider meldet das RKI auch vier in der Region neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Demnach starben im Kreis Traunstein vier Menschen. Nähere Angaben zum Alter und/oder Wohnort des Verstorbenen lagen nicht vor.

Update, 8.18 Uhr – Weitere Todesfälle in Bayern durch Corona

Während der vierten Corona-Welle starben in Bayern Tausende mehr Menschen als sonst. Ende November und Anfang Dezember gab es nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes teilweise über 1.000 Todesfälle pro Woche mehr als im Durchschnitt (Median) der vier Jahre zuvor.

Ab Oktober zeigen diese Zahlen einen deutlichen Anstieg der Todesfälle pro Woche. Für den Zeitraum von Anfang November bis Mitte Dezember meldet die Behörde durchgängig Todeszahlen, die mehrere hundert über den Werten der vier Vorjahre liegen. Die größte Differenz gab es in der Kalenderwoche 48 mit insgesamt 3699 Todesfällen – 1094 mehr als der Medianwert.

In Bayern starben nach vorläufigen Zahlen in den Kalenderwochen 40 bis 49 – also vom 4. Oktober bis 12. Dezember 2021 – insgesamt 32.041 Menschen. Das sind gut 6.500 mehr als die Medianwerte für diese Wochen aus den Vorjahren. Die Statistik sieht bei 3269 Todesfällen einen direkten Zusammenhang mit Corona.

7-Tage-Inzidenz bei 497,1 – höchste seit Beginn der Pandemie

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet erneut einen Höchststand bei der bundesweiten 7-Tage-Inzidenz. Den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche gab das RKI am Samstagmorgen mit 497,1 an. Zum Vergleich: Am Vortag lag der Wert bei 470,6 (Newsticker Freitag, 14. Januar). Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 335,9 (Vormonat: 353,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI innerhalb eines Tages 78.022 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards um 5 Uhr morgens widerspiegeln. Vor einer Woche waren es noch 55.889 Infektionen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge innerhalb von 24 Stunden 235 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche gab es 268 Todesfälle. 7.913.473 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 hat das RKI seit Beginn der Pandemie gezählt. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen unentdeckt bleiben.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 3,23 an (Donnerstag: 3.09, Mittwoch: 3.13). Zum ersten Mal seit ein paar Tagen war sie wieder gestiegen. Sie wird am Wochenende nicht veröffentlicht.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Samstag mit 6.942.400 an. Die Zahl der Menschen, die an einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 starben oder daran beteiligt waren, stieg auf 115.572.

mh/mz/dpa