Neue Literatur von den „Enkeln des Krieges“ – Kultur & Unterhaltung

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Berlin (dpa) – Die Spuren des Zweiten Weltkriegs prägen Familien heute über Generationen. Viele sogenannte Kriegsenkel, geboren in den 1960er und 1970er Jahren, verarbeiten die Traumata ihrer Eltern durch Nationalsozialismus, Krieg, Holocaust und auch ihre eigenen seelischen Narben.

In der deutschen Literatur hingegen war das Schreiben über die Flucht und Vertreibung von rund 14 Millionen Deutschen nach 1945 lange Zeit ein Tabuthema. Es ist nicht mehr. Dass eine Autorin jedoch den 550 Kilometer langen Fluchtweg verfolgt, den ihr Vater Anfang 1945 im Alter von neun Jahren aus dem ehemaligen Schlesien nach Westen ging, ist ungewöhnlich.