Schienenverkehr: Ermittlungen nach dem S-Bahn-Unglück – Lokführer im Fokus – Unterhaltung

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Schienenverkehr: Ermittlungen nach dem S-Bahn-Unglück – Lokführer im Fokus – Unterhaltung

Dieser bekam wegen des entgegenkommenden S-Bahn-Zuges ein Haltesignal, was dazu führte, dass er seine S-Bahn verlangsamte. Der 54-Jährige leitete zudem eine Vollbremsung ein. Es reichte jedoch nicht, dass beide Züge anhielten, sodass sie kollidierten.

Offene Fragen

Auf die Frage, ob das automatische Sicherheitssystem, das den Zugverkehr überwacht und Züge im Notfall automatisch abbremsen soll, gegriffen hat, gab es auf der Pressekonferenz keine Antwort von Staatsanwaltschaft und Polizei. Auf der betreffenden Strecke wurde das sogenannte Sicherungssystem der pünktlichen Zugbeeinflussung installiert. Das System kann jedoch manuell unterdrückt werden.

Leiding bittet um Verständnis, dass es noch eine Weile dauern wird, bis die Ursache zweifelsfrei geklärt ist. Die auszuwertende Datenmenge ist vergleichbar mit der nach einem Flugzeugabsturz. Außerdem: „Menschliches Versagen ist nicht mit vorsätzlichem Handeln gleichzusetzen, da gibt es rechtlich einen großen Unterschied.“ Neben fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung ist auch die Gefährdung des Schienenverkehrs strafbar.

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