Simon Leviev droht erneut das Gefängnis

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Simon Leviev droht erneut das Gefängnis

„Tinder-Betrüger“ Simon Leviev droht erneut gerichtlicher Ärger.Bild: siimon_leviiev_official/Instagram

Die Netflix-Dokumentation „The Tinder Swindler“ über den Hochstapler Simon Leviev sorgt seit Wochen für Aufsehen. Jahrelang suchte der 31-Jährige über Dating-Plattformen Kontakt zu Frauen und stahl ihnen Geld, indem er falsche Tatsachen vortäuschte. Er sagte, er sei in Gefahr und er sei der Sohn des wohlhabenden israelischen Unternehmers Lev Leviev. Er investierte schließlich das Geld, das er verdiente, um mehr Frauen anzulocken. Er wurde mehrfach wegen Betrugs und Passfälschung verurteilt. Nach seinem letzten Schuldspruch im Jahr 2019 kam er jedoch vorzeitig frei.

Doch nun könnte es noch rechtliche Folgen für ihn geben, denn laut „Bild“ will ihn die „echte“ Leviev-Familie zur Rechenschaft ziehen. Der Betrüger wurde als Shimon Hayut geboren und nahm erst später im Zuge seiner kriminellen Machenschaften den Namen Leviev an, um sich glaubwürdig als Millionär ausgeben zu können.

Was dem „Tinder-Betrüger“ Simon Leviev nun droht

Der Zeitung liegt eine Anzeige gegen Simon Leviev vor, die am 28. Februar 2022 eingereicht worden sein soll. Der Anwalt von Lev Leviev erklärt die Rechtslage wie folgt: „In Israel gilt generell, dass nur der Staat Strafanzeige erstatten kann, aber dort ist eine Ausnahme von der Regel.“ Genau diese Ausnahme gilt für „böswillige Verleumdung und böswillige Verletzung der Privatsphäre“. Der Betroffene kann dann selbst Strafanzeige erstatten.

Sollte das Gericht den „Tinder-Betrüger“ für schuldig befinden, könnte es für ihn sogar noch einmal richtig groß werden. Der Anwalt fährt fort:

„Das Gericht hat die Befugnis, Simon zu einer Höchststrafe von 11 Jahren zu verurteilen.“

auf der "Tinder-Betrüger" Offenbar gibt es mehrere Gerichtsverfahren.

Dem „Tinder-Betrüger“ drohen offenbar mehrere Gerichtsverfahren.Bild: Netflix

Das elfseitige Gerichtsdokument legt Hayuts Fehlverhalten dar. Darin heißt es, er habe „Frauen, Männer und Unternehmen getäuscht, getäuscht, ausgetrickst und verletzt“. Auch seine Aktionen bei der Dating-App „Tinder“ werden beschrieben.

Der Hochstapler selbst plant mittlerweile eine TV-Karriere, ein bekannter Hollywood-Manager organisierte sich kürzlich sogar selbst. Angeblich denkt er über ein Dating-Format nach, das an „Bachelor“ erinnert – mit sich selbst als Protagonist.

Aber wird es jemals dazu kommen? Zumindest nicht laut dem Anwalt der Familie Leviev. Diese verkündet: „Diese Klage ist nur der Anfang einer Reihe von Klagen, an denen meine Kanzlei derzeit arbeitet. In der nächsten Phase werden wir eine Geldklage gegen Simon und alle anderen Partner einreichen […] Jeder, der versucht, aus diesem Schema Kapital zu schlagen, wird verklagt.“

(ja)