3 gesundheitliche Vorteile

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Was sind Bitterstoffe überhaupt?

Mit unserer Zunge nehmen wir fünf Geschmacksqualitäten wahr. Neben süß, sauer, salzig und umami werden die Geschmacksknospen unserer Zunge auch darauf trainiert, bittere Geschmäcker wahrzunehmen. Wir schmecken bittere Speisen weit hinten auf der Zunge. Verantwortlich für den bitteren Nachgeschmack bestimmter pflanzlicher Lebensmittel wie z

  • der Rosenkohl
  • Fenchel
  • Artischocken
  • Aubergine
  • Rettich
  • Schwarzkümmel
  • Grapefruit
  • Zimt

sind die darin enthaltenen Bitterstoffe. Dabei handelt es sich um chemische Verbindungen, die bei Mensch und Tier gezielt bittere Geschmacksrezeptoren aktivieren. Pflanzen schützen sich mit Bitterstoffen vor natürlichen Fressfeinden, denn was bitter schmeckt, wird nicht gegessen. Bitterstoffe kommen in gewissem Umfang in allen natürlich wachsenden Pflanzen vor. Je natürlicher Obst und Gemüse wachsen kann, desto mehr Bitterstoffe finden sich in den Lebensmitteln. Und das sind sehr gute Nachrichten, denn die Bitterstoffe spielen eine wichtige Rolle für Ihre Gesundheit. Die Devise lautet daher: Bitterstoffe? Mehr Bitte!

1. Bitterstoffe regen die Verdauung an

Bitterstoffe lösen reflexartige Verdauungsreaktionen aus. Nehmen die Rezeptoren auf Ihrer Zunge Bitterstoffe wahr, wird umgehend mehr Speichel produziert. Damit wird die aufgenommene Nahrung bereits in der Mundhöhle vorverdaut. Je mehr Speichel, desto besser die Vorverdauung. Die Bitterstoffe lösen dann im Magen eine ähnliche Reaktion aus. Die Magenschleimhaut wird stärker durchblutet, es wird mehr Magensäure produziert und die Nahrung wird bekömmlicher und schneller verdaut. Bitterstoffe unterstützen auch das Verdauungssystem, wo immer es möglich ist. Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse werden angeregt und produzieren mehr Verdauungssäfte, mit denen der Speisebrei auf seinem Weg durch den Darm besonders schonend verdaut wird. Ernährungsexperten sind sich mittlerweile einig: Bitterstoffe eignen sich hervorragend für sind eine gesunde und normale Darmfunktion und regen den Stuhlgang an.

2. Hilfe beim Abnehmen mit Bitterstoffen

Bitterstoffe sind natürliche Appetitzügler. Sie sorgen für die Ausschüttung des Hormons Cholecystokinin, das unter anderem für die Appetitunterdrückung verantwortlich ist. Wer unter Heißhungerattacken leidet, ist gut beraten, mit bitterstoffreichen Lebensmitteln gegenzusteuern. Mittlerweile gibt es sogar speziell formulierte Bitterstofftropfen, die aktiv beim Abnehmen helfen sollen. Wer seinen Appetit zügeln möchte, kann nach dem Essen oder vor Heißhungerattacken ein paar Tropfen konzentrierter Bitterstoffe auf die Zunge geben. Die Hersteller dieser Bitterstofftropfen setzen auf die natürliche Bitterkeit von Löwenzahn, Artischockenkraut, Lavendelblüten oder Kurkumawurzel.

3. Bitterstoffe als Stimmungsaufheller

In der Forschung gibt es zunehmend Hinweise auf eine mögliche antidepressive Wirkung von Bitterstoffen. Sie haben stimmungsaufhellende Eigenschaften und wirken gegen Müdigkeit, Stress und Erschöpfung. Wer unter Niedergeschlagenheit leidet, sollte öfter zu dunkler Schokolade oder bitteren Speisen wie Fenchel, Spinat, Radieschen oder Chicorée greifen.