Bahnunglück bei Schäftlarn: Ein Toter und zahlreiche Verletzte nach Zusammenstoß: Das ist bisher bekannt

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Von: Julia Volkenand

Bei einem Zugunglück bei Schäftlarn sind am Montagnachmittag zahlreiche Menschen verletzt worden. Ein Mann verlor sein Leben. Diese Tatsachen sind bisher bekannt.

  • Am Montag (14.02.) sind gegen 16.35 Uhr zwei S-Bahn-Züge auf der Linie S7 bei Schäftlarn zusammengestoßen.
  • Nach Angaben der Polizei wurden bei dem Unfall 14 Menschen verletzt und eine Person getötet (Stand: 14. Februar, 20 Uhr).
  • Bereits im Vorfeld hatte es Probleme auf der Bahnstrecke gegeben.
  • Die Bundespolizei ermittelt zur Unfallursache, die noch nicht bekannt ist.

Update vom 14. Februar, 21:39 Uhr: Der Unfall weckt schlechte Erinnerungen. Erst Anfang August kollidierten ein deutscher und ein tschechischer Zug auf einer eingleisigen Strecke in Tschechien. Drei Menschen starben damals, zehn wurden schwer oder lebensgefährlich verletzt. Rund zwei Wochen später kam es unweit der aktuellen Unfallstelle zu einer Beinahe-Kollision: Medienberichten zufolge waren zwei S-Bahn-Züge bei Icking* zusammengefahren, die Lokführer konnten jedoch rechtzeitig bremsen.

Bei einem Zugunglück bei Schäftlarn sind zahlreiche Menschen verletzt worden. © Matthias Balk/dpa

Und dann war da noch das Zugunglück in Bad Aibling am 9. Februar 2016. Zwölf Menschen starben, 89 wurden verletzt. Durch menschliches Versagen sind zwei Züge der Bayerischen Oberlandbahn zusammengeprallt. Ein Disponent hatte mit dem Handy gespielt und es davon abgehalten, falsche Signale zu geben. Er wurde wegen fahrlässiger Tötung zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt und in zwei Dritteln der Fälle wieder freigelassen.

Erstmeldung vom 14. Februar, 21:03 Uhr: Am Montagnachmittag (14. Februar) kam es auf der Bahnstrecke S7 München – Wolfratshausen zu einem Zugunglück*. Dort kollidierten zwei S-Bahn-Züge aus noch unbekannter Ursache.

Gegen 16.35 Uhr kollidierten die beiden Züge im Bereich des S-Bahnhofs Ebenhausen-Schäftlarn. Ein Zug wurde von den Gleisen gehebelt, blieb aber aufrecht stehen. Augenzeugen berichten, der Zug habe zuvor ein ungewöhnliches Fahrverhalten gezeigt und immer wieder angehalten.

Eisenbahnunglück bei Schäftlarn: Ein Toter und 14 Verletzte

Inzwischen hat die Polizei weitere Informationen zu dem Unfall veröffentlicht. Die Zahl der Verletzten wird laufend aktualisiert, zuletzt war von rund 14 Verletzten die Rede. Auch eine Person kam ums Leben.

Die S-Bahn-Strecke und der Bereich um die Unfallstelle sind derzeit gesperrt*, wie lange steht derzeit noch nicht fest. Derzeit ist es notwendig, die Zuginsassen zu untersuchen. Zum Unfallzeitpunkt befanden sich rund 95 Fahrgäste in den Zügen. Einige der Verletzten wurden ins Kloster Schäftlarn gebracht.*

Zugkollision bei Schäftlarn: Probleme auf der Strecke im Vorfeld

Zur Unfallursache wurde bisher keine Aussage gemacht; Dies zu ermitteln, wird nun Aufgabe der Staatsanwaltschaft und des Landesamtes für Eisenbahnunfalluntersuchungen sein. Sicher ist jedoch, dass es im Laufe des Tages immer wieder zu Störungen an Bahnübergängen auf der Strecke gekommen ist. In solchen Fällen werden die Signale neutralisiert, die Lokführer erhalten Anweisungen vom Fahrdienstleiter und fahren „auf Kommando“. Denkbar, dass es bei der Abstimmung zu Missverständnissen gekommen ist.

Die Bundespolizei sowie rund 100 Polizisten, Hubschrauber und 47 Feuerwehrfahrzeuge waren und sind im Einsatz. Insgesamt sind 200 Einsatzkräfte vor Ort. (jv) *merkur.de und tz.de sind Angebote von IPPEN.MEDIEN