Bio-Modellregion Enzkreis bekommt einen neuen Manager – Region

Startseite » Bio-Modellregion Enzkreis bekommt einen neuen Manager – Region

Enzkreis. Aufgewachsen im Pforzheimer Kreis Würm und früh in der bäuerlichen Landwirtschaft verwurzelt, Ausbildung zur Gärtnerin, Tätigkeiten in der naturpädagogischen Öffentlichkeitsarbeit im Wildpark Pforzheim und im Hofladen des Lohwiesenhofs in Huchenfeld: Ursula Wassers Voraussetzungen sind u.a gut fit für den neuen Job. Seit Dezember ist der 58-Jährige neue Regionalleiterin der Bio-Modellregion Enzkreis und damit Nachfolger von Marion Mack.

Der Enzkreis geht in sein viertes Jahr und ist eine von 14 Bio-Modellregionen in Baden-Württemberg. Er umfasst neben den 28 Kreisgemeinden auch die Stadt Pforzheim.

„Wir sehen in der Bio-Modellregion ein sehr gutes Instrument, um die Zusammenarbeit mit lokalen Landwirten und Verarbeitungsbetrieben auszubauen, Wertschöpfungsketten und die notwendigen Strukturen zu stärken“, sagt Daniel Sailer, Leiter Landwirtschaft, Forsten und öffentliche Ordnung.

Erhalt der Kulturlandschaft

Dass Waters selbst die Obstgärten liebt und sich für deren Erhalt einsetzt, ist ein weiterer Pluspunkt für Sailer – und dass sie und ihr Mann nebenbei eine zertifizierte Bio-Brennerei betreiben. Der Zusammenhalt und die Förderung aller landwirtschaftlichen Betriebe liegen Waters besonders am Herzen:

„Ob biologisch oder konventionell, in ihrer Gesamtheit tragen sie zum Erhalt unserer Kulturlandschaft und zur Förderung der Biodiversität bei“, Waters ist überzeugt.

Der Regionalleiter wird vom Lenkungsausschuss unterstützt: Er berät bei der Festlegung von Zielen und Prioritäten sowie bei der Entwicklung von Aktivitäten. In der jährlichen Beiratssitzung kann jeder Bürger Ideen und Anregungen einbringen und kritisieren.

Blick in die Zukunft

„Wir wollen dafür sorgen, dass mehr Bio-Lebensmittel in Kindergarten- und Schulkantinen oder in Betriebskantinen verarbeitet werden“, skizziert Waters einen der aktuellen Schwerpunkte der Bio-Modellregion Enzkreis.

Geplant ist auch, das im Jahr 2022 gemeinsam mit dem Amt für Wirtschaftsförderung und Tourismus entwickelte „Erlebnis Bauernhof“ auf Ost- und Westrouten auszuweiten.

Auf diesen Touren radelst du von Hof zu Hof: „Eine perfekte Kombination aus Bewegung, Genuss und Informationen für die Produktion lokaler Lebensmittel“, sagt der neue Regionalleiter Waters.