Corona-Regeln in NRW: Es gelten jetzt Kontaktbeschränkungen

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Von: Hannah Decke

Corona in NRW: In welchen Bereichen gelten 2G, 2G-plus und 3G? Das Land hat die Maßnahmen erneut verschärft. Das sind die aktuellen Regeln.

Hamm – Seit über anderthalb Jahren gelten Regeln im Kampf gegen das Coronavirus. Lange Zeit waren wir im Lockdown, der Alltag in Nordrhein-Westfalen war weitgehend lahmgelegt. Dann normalisierte sich das öffentliche Leben allmählich, die Impfrate stieg. Trotzdem ist NRW in eine vierte Corona-Welle abgerutscht – die Regeln sind wieder strenger geworden.

Bundesstaat Nordrhein-Westfalen
Hauptstadt Düsseldorf
Bewohner 17,9 Millionen

Corona-Regeln in NRW: Neue Schutzverordnung – das gilt jetzt

Mit den aktuell steigenden Corona-Zahlen in Nordrhein-Westfalen treten neue, verschärfte Regeln in Kraft. Bund und Länder haben sich zu Beginn des neuen Jahres 2022 auf neue Regeln geeinigt.

Unter anderem soll die 2G-Plus-Regelung noch einmal ausgeweitet werden. Wann die Verschärfungen in Nordrhein-Westfalen in Kraft treten, ist noch ungewiss. Eine Änderung der Corona-Schutzverordnung muss abgewartet werden.

Die Übersicht der Regeln:

Corona-Regeln in NRW: Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Ungeimpfte

Lange gab es sie nicht, jetzt sind die Kontaktbeschränkungen zurückgekehrt – für alle:

  • Für ungeimpfte Personen: Versammlungen im öffentlichen und privaten Raum, an denen ungeimpfte und unverdeckte Personen teilnehmen, sind auf den eigenen Haushalt und maximal zwei Personen aus einem anderen Haushalt zu beschränken. Dies gilt nicht für Kinder unter 14 Jahren. Ehegatten, Lebenspartner und Partner in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft gelten als ein Haushalt, auch wenn sie keinen gemeinsamen Wohnsitz haben.
  • Für Geimpfte / Rekonvaleszente: Private Zusammenkünfte sind auf maximal 10 Personen im Innen- und Außenbereich beschränkt (ohne Begrenzung auf eine bestimmte Anzahl von Haushalten). Ausgenommen davon sind Kinder bis 13 Jahre.

Aber Vorsicht: Sobald ein Ungeimpfter an einer Besprechung teilnimmt, gelten die strengeren Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte.

Corona-Regeln in NRW: 2G- und 2G-Plus-Regel im Freizeitgebiet

Wer weder geimpft noch genesen ist, wird künftig von vielen Dingen im Freizeitbereich in Nordrhein-Westfalen ausgeschlossen sein. Die Landesregierung hat die 2G-Regel verabschiedet. Nur Personen mit einer vollständigen Impfung erhalten Zugang zu:

  • Museen,
  • Ausstellungen,
  • Konzerte,
  • Theater,
  • Kinos,
  • Zoos,
  • Zoologische Gärten,
  • Vergnügungsparks,
  • Sportverantstaltungen,
  • Weihnachtsmarkt,
  • Volksfeste,
  • touristische Übernachtungen,
  • Körpernahe Leistungen (ausgenommen ärztliche oder pflegerische Leistungen oder Friseurbesuche).

2G-plus gilt in folgenden Bereichen – Geimpfte und Rekonvaleszente müssen zusätzlich einen aktuellen, negativen Schnelltest (nicht älter als 24 Stunden) nachweisen:

  • Ausübung von Indoor-Sportarten (zB Fitnessstudios),
  • Schwimmbecken,
  • Wellnessangebote (Thermen und Saunen),
  • Gastronomie (Restaurants, Kneipen, Cafés – Zeitpunkt noch ungewiss).

Personen mit einer Auffrischimpfung sollen nun von der Testpflicht auf 2G-Plus ausgenommen werden.

Corona-Regeln in NRW: 2G-Regel im Einzelhandel

Im Einzelhandel gilt die 2G-Regel. Einkaufen dürfen nur Geimpfte und Genesene. Davon ausgenommen sind Geschäfte des täglichen Bedarfs – wie Supermärkte, Apotheken, Drogerien, Babyshops, Buchhandlungen, Blumengeschäfte, Gartencenter und Großhändler. Der Zugang wird von den Geschäften aus kontrolliert.

Corona-Regeln in NRW: Clubs und Discos schließen – Verbot von Tanzveranstaltungen

Clubs und Diskotheken in Nordrhein-Westfalen sind seit Anfang Dezember bundesweit geschlossen. Zudem sei das Betriebsverbot kürzlich auf „Veranstaltungen, die vom Infektionssetting vergleichbar sind“ ausgeweitet worden. Alle öffentlichen Tanzveranstaltungen sowie private Tanz- und Discoveranstaltungen sind daher untersagt.

Corona-Regeln in NRW: 3G-Regel wird ausgeweitet – Beerdigungen und Standesamt

Die 3G-Regel gilt nur noch für nicht-freizeitbezogene Einrichtungen und Veranstaltungen. Zudem wird sie mit der neuen Corona-Schutzverordnung erweitert.

An einem Schaufenster hängt ein Schild, das auf die 2G-Plus-Regel hinweisen soll. © Ole Spata / dpa / Symbolbild

3G-Regel bedeutet: geimpft, genesen oder getestet. Gilt diese Regel, haben nur diejenigen Zutritt, die eine Impfung oder einen negativen Corona-Test haben, der nicht länger als 24 Stunden alt ist. Dies gilt unter anderem für:

  • Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime,
  • Besondere Wohnformen zur Integrationshilfe, Unterkunft für Flüchtlinge und stationäre Sozialhilfeeinrichtungen
  • Indoor-Events, Messen und Kongresse,
  • Versammlungen in Innenräumen,
  • Sitzungen kommunaler Gremien,
  • Beerdigungen,
  • standesamtliche Trauungen,
  • Friseurbesuche,
  • nicht-touristische Übernachtungen.

Corona-Regeln in NRW: 3G-Regel am Werk

Auch die neue 3G-Regelung am Arbeitsplatz sowie im öffentlichen Personennah- und Fernverkehr soll weiteren Schutz bieten. Für alle Geimpften oder Genesenen dürften die neuen Maßnahmen „zunächst zu keinen weiteren nennenswerten Einschränkungen führen“, sagte Hendrik Wüst kürzlich in der WDR erklärt.

Corona-Regeln in NRW: Auch hier gilt weiterhin Maskenpflicht

Die Maskenpflicht in Nordrhein-Westfalen wurde zuletzt stark gelockert. In manchen Bereichen des Alltags muss jedoch ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden – von allen, auch von Geimpften und Genesenen. Die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske gilt grundsätzlich:

  • im öffentlichen Nahverkehr,
  • im Handel,
  • drinnen mit der Öffentlichkeit,
  • bei Großveranstaltungen,
  • für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen.

Am 16. Dezember hat sich auch die Landesregierung zur Regelung der Maskenpflicht beim gemeinsamen Singen geäußert. Geimpfte Chormitglieder und geimpfte oder genesene Sängerinnen und Sänger können bei Auftritten im Rahmen kultureller Angebote auf das Tragen einer Maske verzichten. Dies gilt auch für die hierfür erforderlichen Muster. Für alle Personen, die nicht im Chor oder als Sänger auftreten oder für eine Aufführung proben, ist beim gemeinsamen Singen das Tragen einer medizinischen Maske erforderlich. Dies gilt entsprechend auch für Gottesdienste.

Die Maskenpflicht im Freien wurde im Oktober 2021 aufgehoben. Die Landesregierung empfiehlt jedoch weiterhin das Tragen einer Maske im Freien in Warteschlangen und Wartebereichen.

Corona-Regeln bei Großveranstaltungen in NRW

Nationale Großveranstaltungen finden spätestens seit dem 28. Dezember ohne Zuschauer statt. Für andere Veranstaltungen gelten Kapazitätsgrenzen und maximal 750 Zuschauer

Corona-Regeln in Nordrhein-Westfalen: Maskenpflicht im Unterricht an Schulen kehrt zurück

An den Schulen in Nordrhein-Westfalen ist der Unterricht wieder weitgehend normal. Es gibt eine Pflichtprüfung. Dreimal die Woche werden die Schüler auf Corona getestet.

Seit dem 2. Dezember besteht wieder Maskenpflicht im Unterricht. Mit der Rückkehr der Maskenpflicht bleiben die behördlichen Anordnungen von Quarantänemaßnahmen auf ein unbedingt notwendiges Maß beschränkt. Das heißt: „Sofern keine außergewöhnlichen Umstände vorliegen (zum Beispiel Ausbrüche oder das Auftreten neuer Virusvarianten), wird sich die Quarantäne-Verfügung wieder nur auf den Infizierten beziehen“, teilt das NRW-Bildungsministerium mit.

Corona-Regeln in NRW: Ausnahmen für Kinder, Jugendliche und Schüler

Durch die Teilnahme an den regelmäßigen Corona-Tests in der Schule gelten Schülerinnen und Schüler als getestete Personen. Kinder bis zum Schuleintritt werden wie getestete Personen behandelt. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre sind von den Beschränkungen für 2G und 2G-plus ausgenommen.

Allerdings hat die Landesregierung mit Blick auf die Weihnachtsferien festgelegt: In der Schulwoche vom 20. bis 23. Dezember werden alle Schulprüfungen wie gewohnt weitergeführt. Die Schüler gelten dann bis einschließlich 26. Dezember als getestet. Vom 27.12.2021 bis einschließlich 09.01.2022 gelten Studierende als ungetestete Personen. Für ungeimpfte oder genesene Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre bedeutet dies, dass sie in diesem Zeitraum nur dann als voll geimpfte Personen behandelt werden, wenn sie über ein individuelles Prüfzeugnis verfügen.

Corona-Regeln in NRW: Viel Spielraum bei Gottesdiensten

Die Corona-Schutzverordnung gibt Kirchen und Religionsgemeinschaften viele Freiheiten. In der aktuell gültigen Fassung wird den Religionsgemeinschaften ein großer Gestaltungsspielraum für Gottesdienste eingeräumt. Darin heißt es: „Kirchen und Religionsgemeinschaften stellen eigene Regeln für Versammlungen zur Religionsausübung auf, die ein dieser Regelung vergleichbares Schutzniveau gewährleisten.“ Beim gemeinsamen Singen in Gottesdiensten gilt jedoch, wie oben erwähnt, die Maskenpflicht. *wa.de und RUHR24.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.