Faisal Kawusi erhebt Vorwürfe gegen Felix Lobrecht

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Faisal Kawusi klingelte nach seinem Auftritt bei Felix Lobrecht, um ihn um Rat zu fragen. Bild: Sat.1

Nach seinem tränenreichen Auftritt bei Sat.1 war der Komiker sauer auf den TV-Sender. Jetzt rief er die neue Show seines Kollegen an.

Es war ein Auftritt, der unter die Haut ging: Komiker Faisal Kawusi brach in Sat.1 in Tränen aus, tief bewegt von den schrecklichen Ereignissen in seiner Heimat Afghanistan in den vergangenen Jahrzehnten, aber auch in der Gegenwart. Seine Emotionen waren bei „The Big Celebrity Baking“ zu sehen, doch im Fernsehen sahen die Zuschauer nur die halbe Wahrheit.

Der Sender hatte die betreffende Szene um eine nicht unerhebliche Sequenz gekürzt und darauf verzichtet, zu zeigen, wie Kawusi auf Afghanisch sang, bevor ihm die Tränen kamen. Und war ziemlich sauer wegen der verkürzten Darstellung.

Faisal Kawusi: „Ich bin zutiefst beleidigt“

Er lud die ungeschnittene Szene auf Instagram hoch, wo der Clip viral wurde und rund 300.000 Mal angesehen wurde. In einem weiteren Posting formulierte er deutliche Worte gegen den Sender: „Ich bin zutiefst verletzt, weil das ganze Team den Schmerz in meinen Worten gespürt hat.“

Wie sehr er sich über das Verhalten des Senders ärgerte, zeigt auch die Tatsache, dass Kawusi vergangene Woche „99 Probleme“ in der neuen Show seines Comedy-Kollegen Felix Lobrecht anrief, die seit vergangener Woche auf 1Live (und jetzt auch als Podcast) zu hören ist . Menschen können dort anrufen, um den Podcast-Star um Rat zu Fragen zu bitten, die sie in ihrem Leben beunruhigen.

Felix Lobrecht: Überraschung über den Anruf von Faisal Kawusi

Lobrecht erkannte zunächst gar nicht, wer anrief und fragte dann Kawusi: „Was macht das Back-Business?“ Kawusi fragte zunächst, wie lange sein Zeitfenster sei, um herauszufinden, wie „emotional“ er „darauf eingehen“ könne … und erzählte dann Lobrecht, was passiert sei. „Wir Afghanen haben uns oft nicht gehört gefühlt“, sagt er. „Ich habe die Show zum Anlass genommen, das Ganze emotional zu verarbeiten. Für mich und alle, die mit der afghanischen Community in Deutschland zu tun haben.“

„Ich arbeite schon seit Jahren mit Sat.1 zusammen, aber das ist für mich wirklich ein asozialer Schachzug.“ Er sagte im Laufe des Gesprächs auch: „Ich werde oft gefragt: Was verlangst du? Ich verlange nichts. (…) Ich erwarte nicht, dass weiße Privilegierte etwas tun, um etwas zu tun ich fühle mich gut fühlen.“ Und:

„Was ich möchte, ist, für alle in dieser Gemeinschaft voranzukommen. Die Leute flippen aus, weil der Schmerz durch diese Aktion wieder geöffnet wurde.“

Lobrecht sympathisierte hörbar mit Kawusi, war sich aber auch etwas unsicher: „Was kann ich tun? Soll ich sie anrufen? Ich erwarte nicht, dass sie mit mir sprechen.“, er sagte. Und lachte. Aber dann wechselte er den Modus und wurde konstruktiv: „Ich verstehe, dass das scheiße ist, aber das ist irgendwie vorbei. Kannst du nicht etwas anderes tun, um dich irgendwie zu solidarisieren oder Menschen zu unterstützen?“

Das können Sie – indem Sie die Bevölkerung mit Spenden unterstützen. Schließlich leidet ein großer Teil der Bevölkerung in Afghanistan an Hunger. Kawusi weiß das, er organisiert seit Jahren Aktionen zur Unterstützung seiner Landsleute. Deshalb bat Lobrecht seine Zuhörer, für Kawusis Aktionen zu spenden.

Kawusi war mit dem Rat seines Kollegen zufrieden und hofft nun, dass möglichst viele Zuhörer ihn unterstützen werden. Denn am Ende geht es ihm nur um eines: die Aufmerksamkeit für die katastrophalen Zustände in seiner Heimat. Gleichzeitig die Stimme der afghanischen Community in Deutschland zu sein.

Übrigens: Sat.1 verzichtete darauf, öffentlich zu erklären, warum die betreffende Szene nicht gezeigt wurde. Der Sender sagte lediglich, Kawusi sei ausführlich erklärt worden, was zu dieser Entscheidung geführt habe.

(sw)