FC Bayern kritisiert DFL für Einstellung gegen Gladbach – Sport

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Oliver Kahn und Donata Hopfen saßen den Fotos zufolge nebeneinander mit Stufen im Mittelrang der Fröttmaninger Arena als coronakonformer Abstand dazwischen. Vielleicht sprachen der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern und der neue Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL) über Kahns Kommentare während des Spiels am Freitag während des Spiels bei ihrem ersten Stadionbesuch in ihrem neuen Job, den er in einem Interview mit gemacht hat der Sender Dazn vor dem Anpfiff.

„Es gibt Regelungen der DFL, die wir für heute akzeptieren und akzeptieren. Diese Regelungen wurden jedoch zu einer Zeit getroffen, als es noch kein Corona gab. Ich kann nur vorschlagen, dass, wenn sich alles beruhigt hat, diese Regelungen noch einmal überarbeitet werden müssen“ , „er sagte.

Der FC Bayern hätte das 1:2-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach wegen neun positiver Corona-Tests im Kader, zwei Einsätzen für den Afrika-Cup und zwei verletzten Spielern gerne verschoben. Aber das sah die DFL-Satzung nicht vor. Nach § 2 Abs. 3 („Entlassung wegen Krankheit von Spielern“) darf dem „Antrag eines Vereins auf Spielabsage nicht stattgegeben werden“, wenn „mehr als 15“ spielberechtigte Spieler zur Verfügung stehen, davon mindestens neun lizenzierte Spieler, darunter ein Torwart. Die Bayern traten mit elf Spielern an, die im Profikader auf der Homepage aufgeführt sind.

Die Regel hat plausible Gründe – sie verhindert beispielsweise, dass Vereine eine Spielverschiebung erzwingen

Grund für die Kritik aus München ist der Zusatz, dass für die Listung laut DFL-Satzung gesperrte oder verletzte Spieler, im Fall der Bayern Josip Stanisic und Leon Goretzka, als „verfügbar“ gelten. „Ich bezweifle, ob es fair ist, klar verletzte Spieler auf eine Liste der funktionstüchtigen Spieler zu setzen. Das muss die Liga wissen“, sagte Thomas Müller.

Die Bayern verloren das Spiel am Freitagabend gegen Gladbach, stark geschwächt.

(Foto: Sebastian Widmann / Getty Images)

Die Liga ist jedoch der Zusammenschluss von 36 deutschen Profiklubs, darunter auch der FC Bayern. Jeder Verein hat ein Mitspracherecht. Und die Spielregeln sind tatsächlich viele Jahre alt, wie die DFL auf ihrer Website erklärt. Doch das Reglement wurde zuletzt im Juli 2021 geändert, als Corona den Fußball seit mehr als einem Jahr beschäftigte. Auch die entsprechende Passage war Thema pandemiebedingter Anpassungen: Weil die Zahl der zulässigen Auswechslungen auf fünf erhöht wurde, erhöhte sich auch die Zahl der zur Verfügung stehenden Spieler von 13 auf 15.

Welche Härte die Regel mit sich bringen kann, ist spätestens klar, seit die Würzburger Kickers im Dezember 2020 beim Zweitligaspiel in Darmstadt 14 Spieler bestritten und sogar den Ersatztorhüter als Feldspieler ersetzt haben. In mehreren Hauptversammlungen während der Pandemie könnte der FC Bayern Veränderungen vorgeschlagen haben, zuletzt Mitte Dezember. Das entsprechende ist jedoch nicht bekannt.

Die Regel hat plausible Gründe. Es verhindert beispielsweise, dass Vereine die Verschiebung eines Spiels erzwingen können. Gerade jetzt, während der Omikronenwelle, klingt eine Anpassung noch sinnvoll. Eine Neuerung könnte beispielsweise vorsehen, dass verletzte Spieler mit einem Attest eines neutralen Arztes als nicht erreichbar gelten. Der FC Bayern könnte zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen entsprechenden Antrag stellen. Es gibt bereits einen prominenten Unterstützer. Bayerns CSU-Ministerpräsident Markus Söder sagte beim „Doppelsieg“ zu Sport1, er habe das Spiel als „erhebliche Wettbewerbsverzerrung“ empfunden und die Regeln würden „nicht ganz passen“. Sein Vorschlag: „Wegen Corona sollte man sich wirklich etwas Vernünftiges überlegen.“