Gesundheit – Hannover – Nach dem Bund-Länder-Gipfel: zunächst keine großen Veränderungen – Gesundheit

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Hannover (dpa/lni) – Nach dem Bund-Länder-Gipfel müssen sich die Menschen in Niedersachsen nicht auf große Veränderungen vorbereiten, um in der Corona-Pandemie voranzukommen. Bund und Länder haben am Freitag die bereits geltenden Kontaktbeschränkungen bestätigt. Personen, die gegen das Coronavirus geimpft sind und sich von einer Covid-Infektion erholt haben, dürfen sich noch in maximal zehn Personen treffen. Auch Personen, die nicht gegen das Coronavirus geimpft sind, dürfen sich nur mit maximal zwei Personen aus einem anderen Haushalt treffen.

Mit Blick auf eine überarbeitete Corona-Verordnung sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Freitagabend, er gehe davon aus, dass eine neue Verordnung „im Wesentlichen eine Bestätigung der derzeit geltenden Regelungen enthalten“ werde. Die neue Regelung wird um den 15. Januar erwartet.

Auch der Regierungschef betonte: „Die in Niedersachsen sehr früh getroffenen Schutzmaßnahmen können derzeit nicht zurückgenommen werden.“ Die Landesregierung wird zeitnah über das weitere Vorgehen in der Pandemie beraten.

Weil kündigte an, dass sich Kinder und Jugendliche vor dem Schulbesuch auf einen erweiterten täglichen Test vorbereiten müssen. „Wir werden nicht nur, wie es zunächst hieß, in der ersten Woche nach Schulbeginn täglich testen, sondern bis auf weiteres“, erklärte der SPD-Politiker. Wie lange dies genau gelten soll, sagte er zunächst nicht.

Der Unterricht beginnt am Montag nach den Weihnachtsferien wieder. In der ersten Schulwoche finden täglich Tests statt. Dies gilt nicht für Kinder, Jugendliche und Schulpersonal, die bereits gegen das Coronavirus geimpft sind oder sich von einer Covid-Infektion erholt haben. Betroffene sollten sich vor Unterrichtsbeginn zu Hause selbst testen – damit soll verhindert werden, dass bei einem positiven Test eine mögliche Corona-Infektion in die Schule getragen wird. Die Tests werden von den Schulen bereitgestellt.

Für Corona-Infizierte und Kontaktpersonen soll es künftig einfachere Isolations- und Quarantäneregeln geben. Demnach werden Kontaktpersonen künftig von der Quarantäne ausgenommen, wenn sie eine Auffrischimpfung haben, also aufgefrischt werden. Die neue Ausnahme von der Quarantäne gilt auch für Personen, die zweimal neu geimpft wurden oder kürzlich genesen sind – also Kontaktpersonen, deren Krankheit oder Impfung weniger als drei Monate zurückliegt. Für alle anderen soll die Isolation oder Quarantäne generell nach zehn Tagen enden, wenn sie sich nicht vorher testen lassen. Dies gilt bundesweit. Ab wann diese einfacheren Regeln gelten, war am Freitagabend zunächst nicht bekannt.

Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) forderte die Bundesregierung zu erweiterten Wirtschaftshilfen, insbesondere für die Gastronomie auf. Wer freiwillig wegen Ineffizienz schließt, muss auch über den Januar hinaus Anspruch auf eine angemessene Überbrückungshilfe haben.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Stefan Birkner sagte mit Blick auf die Landesregierung: „Die pauschale Ausweitung der zunächst als „Weihnachtsruhe“ erklärten Beschränkungen kann nur vorübergehend akzeptiert werden. Er erwartet, dass die Landesregierung auf Basis verbesserter Daten möglichst schnell zu einem berechenbaren und differenzierten Vorgehen zurückkehrt.

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