Gesundheit – Schwerin – Schwesig zum Weltkrebstag: „Vorsorge kann Leben retten“ – Gesundheit

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Gesundheit – Schwerin – Schwesig zum Weltkrebstag: „Vorsorge kann Leben retten“ – Gesundheit

Schwerin (dpa/mv) – Nach Berichten der Krankenkassen über teils deutliche Rückgänge bei der Krebsvorsorge während der Corona-Pandemie hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Weltkrebstag zur Nutzung der Angebote ermutigt. Sie wisse, wie schwierig eine Krebsdiagnose sei, erklärte die 47-Jährige, die selbst vor rund zweieinhalb Jahren an Krebs erkrankt war, am Freitag. „Aber ich weiß auch, dass es Hoffnung gibt. Dass es sich lohnt, dafür zu kämpfen, wieder gesund zu werden.“

Prävention und Früherkennung sind wichtig. „Bitte nutzen Sie die Möglichkeiten, die uns die moderne Medizin bietet“, appellierte die krebskranke Regierungschefin. „Gehen Sie regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen. Und stupsen Sie Ihren Partner ruhig an, wenn er oder sie es vergisst.“ Prävention kann Leben retten. Schwesig machte ihre Brustkrebserkrankung im September 2019 öffentlich.

Nach Angaben der Krankenkasse AOK ist die Nachfrage nach Früherkennung seit Beginn der Pandemie bei einigen Krebsarten bundesweit um bis zu 20 Prozent gesunken. Vor allem Männer nutzen die Früherkennungsangebote zu selten, allerdings gebe es in fast allen Bereichen einen Rückgang, teilte die Krankenkasse mit. Mediziner befürchteten daher eine Zunahme von Krebserkrankungen im fortgeschrittenen Stadium. Am Freitag (4. Februar) war Weltkrebstag.

Die „Schweriner Volkszeitung“ berichtete unter Berufung auf das Krebsregister Mecklenburg-Vorpommern, dass die Zahl der neu diagnostizierten Krebserkrankungen in MV 2020 erstmals seit Jahren zurückgegangen sei. Ob dies mit dem Rückgang der Früherkennungsuntersuchungen zusammenhängt, blieb offen. Dem Bericht zufolge wurden 9992 neue Fälle diagnostiziert. In den beiden Vorjahren waren es gut 11.000 gewesen, wie das Gesundheitsministerium in Schwerin bestätigte. Ein Sprecher betonte, dass die Zahlen für 2020 vorläufig seien und sich bei verspäteten Meldungen erhöhen könnten.

Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) unterstrich: „Eine gute Ernährung, tägliche Bewegung und ein geringer Alkohol- und Zigarettenkonsum senken das Risiko, an Krebs zu erkranken, deutlich.“ Die wichtigste Maßnahme, um Krebs frühzeitig zu erkennen und damit die Heilungschancen deutlich zu erhöhen, sind jedoch Vorsorgeuntersuchungen. „Ich bitte und ermutige alle Bürgerinnen und Bürger und insbesondere die Männer, die die Angebote deutlich seltener in Anspruch nehmen, diese Möglichkeit zur Krebsfrüherkennung zu nutzen.“

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