Gesundheit: Zuzahlungen zur häuslichen Pflege steigen weiter – im Inland

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Allerdings gibt es noch große regionale Unterschiede. Die teuersten Wohnplätze liegen im Ländervergleich in Nordrhein-Westfalen mit durchschnittlich 2542 Euro und in Baden-Württemberg mit 2541 Euro. Am niedrigsten war die Belastung in Sachsen-Anhalt mit 1588 Euro im Monat. Anfang des Jahres sollen aber auch erste Erleichterungen greifen, die die alte Bundesregierung auf den Weg gebracht hatte.

neue Vorschriften

In den Beträgen ist zum einen der Eigenanteil für die reine Pflege und Betreuung enthalten. Anders als die Krankenkasse übernimmt die Pflegeversicherung nur einen Teil der Kosten. Für die Bewohner des Heims fallen jedoch auch Kosten für Unterkunft, Verpflegung und auch für Investitionen in die Einrichtungen an. Der Eigenbeitrag allein für die reine Pflege ist mittlerweile auf bundesweit durchschnittlich 912 Euro gestiegen, nachdem er am 1. Januar 2021 noch bei 831 Euro gelegen hatte.

Zum Schutz vor höheren Belastungen traten Anfang des Jahres neue Regelungen einer Pflegereform in Kraft. Zusätzlich zu den Leistungen der Pflegekasse erhalten die Bewohner nun einen mit der Pflegedauer steigenden Zuschlag. Der Eigenanteil für die reine Pflege soll im ersten Jahr im Heim um 5 Prozent, im zweiten um 25 Prozent, im dritten um 45 Prozent und ab dem vierten Jahr um 70 Prozent sinken. Der Ehrenvorsitzende des Verbandes Ersatzfonds (vdek), Uwe Klemens, sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Entwicklung der eigenen Aktien müsse genau beobachtet werden. Gegebenenfalls sind weitere Eindämmungsmaßnahmen erforderlich.

steigende Kosten

Den neuen Daten zufolge sind nicht nur die Zuzahlungen für die reine Pflege gestiegen. Zum 1. Januar wurden bundesweit 801 Euro pro Monat für Unterkunft und Verpflegung fällig – nach 779 Euro Anfang 2021. Die durchschnittliche Zuzahlung für Investitionskosten in den Heimen lag bei 466 Euro pro Monat (1. Januar 2021: 458 Euro). .

Die Pflegereform zielt auch darauf ab, die Löhne für Pflegekräfte zu verbessern. Ab dem 1. September darf es nur noch Lieferverträge mit Einrichtungen geben, die nach Tarifverträgen oder in vergleichbarer Höhe zahlen. In der Altenpflege mit rund 1,2 Millionen Beschäftigten erhält laut Arbeitsministerium nur knapp die Hälfte Tariflöhne. Zur Finanzierung stieg der Betreuungsbeitrag für kinderlose Menschen ab 23 Jahren zum 1. Januar von 3,3 auf 3,4 Prozent. Außerdem gibt der Bund jetzt jährlich eine Milliarde Euro als Zuschuss zur Pflegeversicherung.

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