Johnson & Johnson: Millionen Deutsche verlieren Impfstatus

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Drei Millionen Deutsche, die nach der Impfung mit Johnson & Johnson entweder vollständig geimpft (eine Impfung) oder geboostert (zweite Impfung mit einem mRNA-Impfstoff) waren, haben nun ihren Impfstatus – oder Booster-Status – verloren. Für einige ist es jetzt ein Test, wenn es um den 2G-Plus-Zugang geht, und für andere ist es ein Lockdown. Personen, die laut Johnson & Johnson bereits eine zweite Impfung erhalten haben, gelten weiterhin als geimpft – aber nicht mehr geboostert. Für den Auffrischungsstatus müssen Betroffene nun ein drittes Mal mit einem mRNA-Impfstoff geimpft werden.

Personen, die nur einmal mit Johnson & Johnson geimpft wurden, müssen eine zweite Impfung mit Biontech oder Moderna erhalten, um erneut als geimpft zu gelten. Ansonsten haben sie ab sofort nur noch Zugang zu Supermärkten, Drogerien und Apotheken und müssen sich bei jeder Bus- oder Bahnfahrt für den ÖPNV testen lassen.

„Johnson & Johnson“ Impfschutz laut Stiko „ungenügend“

„Sonderregelungen, nach denen eine Dosis mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson als vollständige Impfung anerkannt wurde, sind nicht mehr anwendbar“, schreibt die „medizinische Zeitschrift„. Das Bundesgesundheitsministerium erklärt Folgendes: „Personen, die mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft wurden, müssen zwei zusätzliche Impfdosen erhalten, um als geboostert zu gelten.“

Grund für die geänderten Richtlinien: Die Stiko sieht den Impfschutz von Johnson & Johnson nun als unzureichend an. In Studien aus dem Zulassungsjahr 2021 hieß es, dass ein Impfstoff mit Johnson & Johnson zu 65 Prozent vor Covid-19 schützt. Der RKI kündigt nun etwas anderes an: „Aktuelle Studien weisen jedoch darauf hin, dass der Janssen-Impfstoff im Gegensatz zu den anderen Impfstoffen eine vergleichsweise geringe Impfstoffwirksamkeit im Vergleich zur Delta-Variante aufweist.“ Darüber hinaus werden die meisten Impfstoffdurchbrüche bei Patienten erzielt, die mit Johnson & Johnson behandelt wurden und geimpft wurden.

Die SPD in Nordrhein-Westfalen ist sauer auf das Gezänk um die „Johnson & Johnson“-Impfung und fordert von der Landesregierung eine verlässliche Impfkampagne.

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