Katholische Kirche in Pforzheim geht neue Wege: mit Kletter- und Fußballgott zur Konfirmation – Pforzheim

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Pforzheim. Klettererlebnisprojekt, Escape Room, Besuch eines Sonntags-Fußballspiels, Radtour entlang der Enz: Was nach einem abwechslungsreichen und spannenden Freizeitprogramm klingt, gehört zur Vorbereitung auf die Konfirmation der katholischen Kirchengemeinde Pforzheim. Denn das geht nicht nur mit Schnupper- und Intensivprojekten, die die Jugendlichen selbst wählen, neue Wege, sondern hat auch die Zustimmung des Erzbistums Freiburg: statt jedes Jahr im üblichen Zweijahresrhythmus Konfirmationen zu veranstalten.

Interessantes Angebot

„Das liegt an der Corona-Situation. Denn mit kleinen Gruppen lässt sich die Vorbereitung auf die Firmung leichter durchführen, eventuell kann man sogar eine Mitgliederversammlung einberufen“, sagt Pfarrer Georg Lichtenberger. Im Sinne der Firmung – auf Englisch: „ stärken“ – übernehmen die Jugendlichen selbst Verantwortung und stellen sich aus einem umfangreichen und interessanten Angebot ihr individuelles Vorbereitungsprogramm zusammen. Denn was die Eltern in der Regel bei der Taufe für ihr Kind beschlossen und in die katholische Kirche eingebracht haben, bestätigen die Jugendlichen nun bewusst „Ja“ zum Glauben bei der Konfirmation selbst.

Kooperativer Spieleabend

Unterstützt werden die Jugendlichen von den hauptamtlichen und ehrenamtlichen Betriebsgefährten der Gemeinde. Die Auswahl an Projekten ist vielfältig und reicht von einem Gemeinschaftserlebnis und einem gemeinsamen Spieleabend über eine Talkshow oder die Vorbereitung eines Kinder- und Familiengottesdienstes bis hin zu Einblicken in die Notfallseelsorge. Beim Bundesligaspiel – live im Stadion – wird die Frage gestellt, was die Menschen dort begeistert. Welche Rituale gibt es? Und was ist mit dem Fußballgott?

Beim Klettern werden Grenzen überwunden. Es braucht Mut und Vertrauen – in sich selbst, in andere, aber auch in Gott. Auch Firmen können Kirche vor Ostern ganz anders erleben. Der Innenraum der Liebfrauenkirche in Dillweißenstein ist dann im Halbdunkel, Kerzenlicht, sanfte Musik, Kissen: Stille erleben, aufmunternde Texte hören, über Gott und die Welt sprechen, eine eigene Osterkerze gestalten oder gemeinsam draußen vor der Kirche herum stehen die Feuerschale und backen Stockbrot.

Wer möchte, kann auch mit der Bibel im Rucksack reisen, über den Friedhof spazieren oder die Gelegenheit nutzen, mit Pfarrer Dominik Albert oder Pfarrer Lichtenberger zu plaudern, die Karwoche intensiv erleben und an einer Kirchenkundgebung teilnehmen. Neben den Schnupper- und Intensivprojekten gibt es verpflichtende gemeinsame Termine für alle Jugendlichen in der Kirchengemeinde, darunter ein Jugendgottesdienst, Versöhnungsgottesdienste, Abschlussgespräche und die Teilnahme am Kreuzweg für Jugendliche. Gemeinsame Reisen nach Assisi oder Taizé sind geplant.

Allen Vorbereitungen, die in vollem Gange sind, folgt die Konfirmation vom 15. bis 17. Juli.