Kinder erkranken nach einer Corona-Infektion häufiger an Diabetes

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Auf der Suche nach körperlichen Problemen infolge einer Corona-Infektion sind Forscher der US-Gesundheitsbehörde CDC auf Auffälligkeiten bei Kindern aufmerksam geworden. Kinder, die sich in der Vergangenheit mit dem Coronavirus infiziert haben, haben offenbar später eher mit Diabetes zu kämpfen.

Im Januar 2022 ist das der Fall Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten veröffentlichte die Ergebnisse einer Studie, die von März 2020 bis Juni 2021 bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren durchgeführt wurde. Wie hoch ist das Risiko in dieser Altersgruppe, innerhalb von 30 Tagen nach der Corona-Erkrankung eine Diabetes-Diagnose zu bekommen? Verglichen wurde dies mit Kindern und Jugendlichen, die nicht an Corona erkrankt waren, und mit Menschen dieser Altersgruppe, die vor Ausbruch der Pandemie einen Covid-19-ähnlichen Atemwegsinfekt hatten.

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Diabetes-Studie zeigt erhöhtes Risiko bei Kindern mit Corona

Und die Ergebnisse dieser Studie sind ziemlich besorgniserregend. Denn für die Studienergebnisse wurden zwei Datenbanken verwendet und in beiden war das Diabetes-Risiko bei Menschen mit Covid höher. In der Datenbank „HealthVerity“ wurde bei Kindern mit Corona-Vorerkrankungen mit 31 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit Diabetes diagnostiziert. Bei der Diagnose „IQVIA“ war das Risiko sogar um 166 Prozent höher.

Auch im Vergleich zu den Studienteilnehmern, die zuvor mit Atemwegserkrankungen zu kämpfen hatten, war das Risiko für Corona-Erkrankte um 116 Prozent höher. beim „CBS-Nachrichten“ schildert die Endokrinologin Dr. Sheela Natesh Magge ihre Erfahrung, dass sie seit dem Corona-Ausbruch mehr Kinder mit Diabetes in Behandlung habe. Diese hätten im Vergleich auch schwerwiegendere Probleme. Magge sagt, das neue Studienergebnis bestätige nur ihre Vermutung.

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Aber was sind die Ursachen? „Es gibt bereits Hinweise darauf, dass eine Covid-Infektion die Insulinausschüttung beeinflusst“, erklärt Magge. „Für diejenigen, die bereits Risikopatienten waren, wurde die Situation durch die Corona-Pandemie noch verschlimmert.“ Für sie sind die Ergebnisse der Studie „definitiv alarmierend“.