Klima – Mehrheit sieht Deutschland schlecht gerüstet für den Klimawandel – Wissen

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Berlin (dpa) – Nach Einschätzung der deutschen Bevölkerung reicht die derzeitige technologische Ausstattung und Kompetenz in Deutschland nicht aus, um Fortschritte beim Klimawandel zu erzielen.

In einer repräsentativen Meinungsumfrage von Civey, die von Microsoft Deutschland in Auftrag gegeben wurde, gaben rund drei Viertel der Befragten an, Deutschland sei technologisch nicht gut auf den Übergang zur Klimaneutralität vorbereitet. Nur 15,5 Prozent der Befragten waren hier optimistisch.

Bei der Frage, welches Thema die Bundesregierung nun im Bereich Digitalisierung angehen soll, steht der Klimaschutz nicht an erster Stelle. Die Mehrheit der Befragten erwartet, dass die neue Bundesregierung in der digitalen Bildung aktiv wird (55,1 Prozent). Etwas weniger, 47,8 Prozent, fordern von der Bundesregierung, etwas für die Verbesserung der digitalen Infrastruktur zu tun.

Viele Themen auf der Wunschliste

Auf der Wunschliste der Bürger, bei der Mehrfachnennungen möglich waren, folgen die Themen Fortschritte bei der Digitalisierung der Verwaltung (31,8 Prozent), des Gesundheitswesens (28,2 Prozent), Datensouveränität (25,5 Prozent) und der gesellschaftlichen Teilhabe (19,9 Prozent) . Das Thema Mobilität (z. B. autonomes Fahren) landete mit nur 4,5 Prozent Zustimmung überraschend auf dem letzten Platz der drängenden Digitalisierungsthemen.

Die Befragten verbinden Digitalisierung nicht nur mit Chancen, sondern haben auch Bedenken. Ganz oben auf der Liste stehen die Datensicherheit (45,8 Prozent) und der Schutz vor staatlichen Eingriffen in die Privatsphäre (42,1 Prozent). Dagegen spielt die Angst, dass die Digitalisierung zu Arbeitsplatzverlusten führen könnte, für knapp ein Viertel der Befragten (24,6 Prozent) eine Rolle.

Drei Schwerpunkte setzen die Befragten bei der Verbesserung der Cybersicherheit in Deutschland: Einerseits wünschen sie sich eine Stärkung von Sicherheitsbehörden wie dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (42,4 Prozent). Gleichzeitig erwarten sie, dass Technologieunternehmen stärker zur Rechenschaft gezogen werden (39,7 Prozent). Zudem fordert mehr als ein Drittel (37,7 Prozent) mehr Souveränität über die eigenen Daten.

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