Königin Elizabeth II. trauert um Schwäne

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Die Vogelgrippe wütet in Europa – und macht auch vor den Schwänen der Königin nicht halt. Sechs Tiere starben im Park von Schloss Windsor an dem Virus, dann zog das Veterinäramt ein.

Königin Elizabeth II. trauert um ihre Schwäne. Die Umweltbehörde hat die Keulung von 26 der majestätischen Tiere angeordnet, die auf Schloss Windsor an der Themse leben. Das Vogelgrippevirus war zuvor bei sechs toten Schwänen nachgewiesen worden. Entlang des Flussabschnitts wurden bereits 33 tote Schwäne entdeckt.

Schwanenoffizier David Barber mit einem der Tiere auf Schloss Windsor: „Wir tun alles, um den Ausbruch klein zu halten“. (Archivfoto) (Quelle: Ray Tang/imago images)

Die Queen sei traurig und wolle auf dem Laufenden gehalten werden, berichtet die Boulevardzeitung „The Sun“. „Wir tun alles, um den Ausbruch klein zu halten, und sind 24 Stunden am Tag erreichbar“, sagte ein Mitglied der Bürgergruppe Swan Support der Daily Mail. „Wir gehen raus, sobald wir von einem toten Tier hören.“ Bis zu 200 Schwäne sollen in dem Gebiet leben.

„Schwerste Vogelgrippe-Epidemie aller Zeiten“

Der Ausbruch der Vogelgrippe wird sich wahrscheinlich auch auf eine alteingesessene Sommertradition auf Schloss Windsor, „Swan Upping“, auswirken. Beim „Swan Rise“ werden die Tiere an der Themse medizinisch untersucht, gewogen und beringt. Die Tradition reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Damals beanspruchte die Krone herrenloses Geflügel für den Eigenbedarf.

Die Vogelgrippe kursiert derzeit in ganz Europa. In Bonn wurden, nachdem mehrere tote Vögel gefunden wurden, die Rheinauen geschlossen. Nach dem Tod einer Rothalsgans hat der Heidelberger Zoo seine Volieren geschlossen. „Wir erleben derzeit die stärkste Vogelgrippe-Epidemie in Deutschland und Europa“, sagt das Friedrich-Loeffler-Institut. „Ein Ende ist nicht in Sicht, die betroffenen Länder reichen von Finnland über die Färöer bis Irland, von Russland bis Portugal.“ Berichte kamen auch aus Kanada, Indien und Ostasien.