Live-Ticker Corona am 20. Januar: Pandemie in Bayern – Nachrichten aus Rosenheim, Traunstein, Mühldorf, Altötting und dem Berchtesgadener Land

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Die Zahl der Corona-Intensivpatienten sinkt weiter. (Symbolbild)

© Sebastian Gollnow/dpa

München/Oberbayern – Das Coronavirus sorgt nach wie vor für Einschränkungen des öffentlichen Lebens in der Region, in Bayern, in Deutschland und weltweit. Die Entwicklungen am Donnerstag (20.01.) im Newsticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 372 (Quelle/Stand: DIVI, 20. Januar, 7:02 Uhr)
  • Intensivbettenbelegung ILS Rosenheim: 87,6 % (Quelle/Stand: DIVI, 19. Januar, 7:02 Uhr)
  • Intensivbettenauslastung ILS Traunstein: 79,8 % (Quelle/Stand: DIVI, 19. Januar, 7:02 Uhr)
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 809,9, Landkreis Rosenheim 751,6, Landkreis Traunstein 711,0, Landkreis Berchtesgadener Land 538,0, Landkreis Mühldorf 818,1, Landkreis Altötting 630,5 (Quelle/Stand: RKI, 20. Januar, 3:27 Uhr)
  • Bisher infizierte Personen: Stadt Rosenheim 9688, Landkreis Rosenheim 39.313, Traunstein 29.192, Berchtesgadener Land 16.990, Mühldorf 18.556, Altötting 14.963 (Quelle/Stand: RKI, 20. Januar, 3:27 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 99, Landkreis Rosenheim 640, Traunstein 314, Berchtesgadener Land 159, Mühldorf 262, Altötting 284 (Quelle/Stand: RKI, 20. Januar, 3:27 Uhr)
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Update, 10.15 Uhr . – Inzidenz in Bayern springt auf Allzeithoch – Aber: Covid-19-Fälle auf der Intensivstation weiter rückläufig

Die vom Robert-Koch-Institut gemeldete Corona-Inzidenz in Bayern ist so hoch wie nie zuvor. Mit einer Wert von 661,2 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen und 100.000 Einwohner am Donnerstagmorgen ließen das alte Hoch aus der Delta-Welle hinter sich. Am 26. November lag die Inzidenz bei 652,5. Die Zahl der gemeldeten Personen im Zusammenhang mit Corona seit Beginn der Pandemie Die Todesfälle in Bayern stiegen um 22 auf 20.236.

Bisher macht sich die neue Welle auf den bayerischen Intensivstationen nicht besonders bemerkbar. Dort wurden laut Divi-Intensivregister am Vormittag (Stand 7.02 Uhr) 372 Covid-19-Fälle behandelt., das ist etwas mehr als ein Drittel der Spitze der Delta-Welle. Die Intensivbettenauslastung in Bezug auf Covid-19 ist seit einigen Tagen sogar rückläufig. Anfang der Woche meldete die Divi noch über 400 Patienten. Allerdings gibt es typischerweise eine Zeitverzögerung zwischen der Ansteckung und der Intensivbehandlung.

Erstmals seit der Delta-Welle werden für bayerische Landkreise Inzidenzen von mehr als 1000 gemeldet: In Dachau sind es laut RKI 1076, in Ebersberg 1032,7 und in Bad Tölz-Wolfratshausen 1015,5. Für die Maßnahmen gegen die Pandemie ist der Schwellenwert jedoch nicht mehr relevant. Die niedrigsten Inzidenzzahlen meldet das RKI für die Kreise Coburg mit 210,2 und Kronach mit 257,7.

Update, 9.32 Uhr. – Münchener Chefarzt: Impfpflicht ausweiten – „darf keine Zeit verlieren“

Der Münchner Infektiologe Clemens Wendtner will eine schnelle Corona-Impfung für verschiedene Berufsgruppen, um die Impflücke schnell zu schließen. „Eine erweiterte berufsgruppenbezogene und befristete Impfpflicht kann helfen, wir dürfen jetzt keine Zeit verlieren“, sagte der Chefarzt der Infektiologie am Münchner Klinikum Schwabing der Deutschen Presse-Agentur. Sie muss vor allem für Beschäftigte wichtiger Infrastrukturen wie Polizei und Feuerwehr, aber auch für Lehrkräfte gelten.

„Mein persönlicher Wunsch ist es, dass wir die einrichtungsbezogene Impfpflicht schnellstmöglich auf kritische Infrastrukturen wie Polizei, Feuerwehr und Schulen auszudehnen. Eine einrichtungsbezogene Impfpflicht kann schneller umgesetzt werden. Bei einer generellen Impfpflicht bin ich mir nicht sicher, ob wir da schnell mit allen notwendigen Diskussionen hinkommen“, sagte Wendtner.

Die Lehrerinnen und Lehrer sind bemüht, die Schulen möglichst offen zu halten. „Wichtig ist, dass wir die Kinder nicht ständig ins Fernstudium schicken.“ Zudem sollen Lehrer vor schweren Verläufen der drohenden Omicron-Welle geschützt werden. So kann der Präsenzunterricht gesichert und ggf. der Unterricht in Quarantäne fortgesetzt werden, wenn dank Impfung keine Symptome vorliegen.

Aus seiner Sicht ist der zusätzliche politische Vorschlag zur Impfpflicht ab 18 Jahren sinnvoll. Er halte eine vorübergehende Impfpflicht für einen „vernünftigen Weg, um aus dieser Endlosschleife herauszukommen“, sagte Wendtner. „Sonst werden wir weiterhin Wellen haben, die wir nur mit harten Maßnahmen bewältigen können.“

Update, 8.15 Uhr – Aktuelle RKI-Zahlen für die Region

7-Tages-Inzidenzen in Südostbayern und die Entwicklung in den vergangenen sieben Tagen (Stand: 20.01.2022).

© www.der-himmel-im-suedosten.de

Erneut sind die Corona-Zahlen in den Landkreisen und Städten unserer Region stark gestiegen. Drei Landkreise (Berchtesgadener Land, Mühldorf, Traunstein). laut RKI ein Anstieg um über 100 bei den Inzidenzwerten. Nachdem die Stadt Rosenheim Anfang der Woche nun durchbrach auch der Landkreis Mühldorf hat die 800er-Marke überschritten. Allein der Kreis Rosenheim verzeichnete binnen 24 Stunden 480 Neuinfektionen, der Kreis Traunstein 450 und Mühldorf 259.

Die Vorfälle im Detail: Bezirk Altötting (von 573 bis 631), Grafschaft Mühldorf (von 713 bis 818), Kreis Berchtesgadener Land (von 433 bis 538), Grafschaft Traunstein (von 587 bis 711), Stadt Rosenheim (von 802 bis 810) und Landkreis Rosenheim (von 730 bis 752).

ABER: Während die Neuinfektionen weiterhin rasant steigen, scheint sich die Lage auf den Intensivstationen etwas zu entspannen – wenn auch nur sehr langsam. nach dem Intensivbettenauslastung im Zuständigkeitsbereich des ILS Rosenheim lag am Mittwoch bei 90 Prozent, am Donnerstag sind es 87,6 Prozent. Die Intensivbettenauslastung im Zuständigkeitsbereich des ILS Traunstein sank von 80,6 Prozent auf 79,8 Prozent.

Auch das RKI berichtete für die Region keine Toten mehr im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Für den Kreis Rosenheim korrigierte das Institut sogar seine Zahl von 641 Todesfällen auf 640.

Update, 7.05 Uhr. – Österreichs Parlament stimmt über Corona-Impfpflicht ab – Mehrheit gilt als sicher

In Österreich stimmt das Parlament am Donnerstag über die Einführung der Corona-Impfpflicht ab. Für die Verordnung, die Anfang Februar in Kraft treten soll, wird eine deutliche Mehrheit erwartet. Neben den Regierungsfraktionen der konservativen ÖVP und der Grünen sind auch viele Abgeordnete der oppositionellen Sozialdemokraten und der liberalen Neos dafür. Die rechte FPÖ hat das Projekt hingegen scharf kritisiert.

Die Impfpflicht soll für alle Bürger gelten, die mindestens 18 Jahre alt sind. Ausnahmen gelten für Schwangere und Personen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. Der Bundesrat, also die Kammer der Länder, muss dem Gesetz voraussichtlich am 3. Februar zustimmen. Das neue Gesetz wird in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Zehntausende demonstrieren regelmäßig gegen die Corona-Maßnahmen und die Impfpflicht.

Die Impfpflicht soll die Auswirkungen künftiger Corona-Wellen deutlich mindern und beispielsweise Lockdowns verhindern. Rund 75 Prozent der in Österreich impfbaren Personen verfügen derzeit über mindestens eine vollständige Grundimmunisierung. Eine Quote von 90 Prozent der Impffähigen ist das Ziel für einen wirksamen Schutz der Bevölkerung. Österreich hatte während der Pandemie bereits vier Lockdowns. Für Ungeimpfte gelten weiterhin die im November verhängten Ausgangsbeschränkungen. Sie dürfen ihre Wohnung nur aus triftigem Grund verlassen. Der anfänglich beobachtete signifikante Anstieg der Impfzahlen war nur vorübergehend.

RKI registriert 133.536 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 638,8

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz berichtet das Robert-Koch-Institut (RKI). erstmals die Schwelle von 600 überschritten. Den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche gab das RKI am Donnerstagmorgen mit 638,8 an.

Zum Vergleich: Am Vortag lag der Wert bei 584,4. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 427,7 (Vormonat: 280,3). Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI innerhalb eines Tages 133.536 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards um 5.01 Uhr widerspiegeln. Vor einer Woche waren es noch 81.417 Infektionen.

Experten rechnen mit immer mehr Fällen, die nicht erfasst werden können, auch weil Labore und Gesundheitsämter zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen.

Deutschland waren nach den neuen Informationen 234 Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Vor einer Woche waren es noch 316 Tote. Seit Beginn der Pandemie hat das RKI 8.320.386 Infektionen mit Sars-CoV-2 gezählt. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen unentdeckt bleiben.

Die Zahl der innerhalb von sieben Tagen in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner lag laut RKI bei 3,34 (Dienstag: 3,17).

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Donnerstagmorgen mit 7.139.800 an. Die Zahl der Menschen, die an einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 starben oder daran beteiligt waren, stieg auf 116.315.

mz/aic/dpa