Live-Ticker Corona am 21. Januar: Pandemie in Bayern – Nachrichten aus Rosenheim, Traunstein, Mühldorf, Altötting und dem Berchtesgadener Land

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Ein Arzt impft einen Mann. (Symbolbild)

© imago/NurPhoto

München/Oberbayern – Das Coronavirus sorgt nach wie vor für Einschränkungen des öffentlichen Lebens in der Region, in Bayern, in Deutschland und weltweit. Die Entwicklungen am Freitag (21. Januar) im Newsticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 348 (Quelle/Stand: DIVI, 21. Januar, 6:31 Uhr)
  • Intensivbettenbelegung ILS Rosenheim: 82,3 % (Quelle/Stand: DIVI, 20. Januar, 7:20 Uhr)
  • Intensivbettenauslastung ILS Traunstein: 85,9 % (Quelle/Stand: DIVI, 20. Januar, 7:20 Uhr)
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 973,4, Landkreis Rosenheim 882,2, Landkreis Traunstein 811,9, Landkreis Berchtesgadener Land 615,1, Landkreis Mühldorf 924,6, Landkreis Altötting 735,3 (Quelle/Stand: RKI, 21. Januar, 3:27 Uhr)
  • Bisher infizierte Personen: Stadt Rosenheim 9844, Landkreis Rosenheim 39.927, Traunstein 29.484, Berchtesgadener Land 17.153, Mühldorf 18.779, Altötting 15.162 (Quelle/Stand: RKI, 21. Januar, 3:27 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 99, Landkreis Rosenheim 646, Traunstein 314, Berchtesgadener Land 159, Mühldorf 262, Altötting 284 (Quelle/Stand: RKI, 20. Januar, 3:27 Uhr)
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Update, 11.34 Uhr – Betrunkener Radfahrer bei Stammham stoppt Blutentnahme für Zwangsimpfung

Seltsame Szenen für die Beamten der Polizeiinspektion (PI) Burghausen am Mittwoch (19. Januar): Gegen 12.15 Uhr erreichte Stammham die Anzeige eines stark alkoholisierten Radfahrers. Als die Polizisten eintrafen, stand der 37-Jährige neben seinem Fahrrad und „stürzte vor den Polizisten in den Graben“, hieß es in einer Mitteilung.

Der Alkoholtest vor Ort ergab einen Wert von fast drei Promille, weshalb der Mann zur Blutabnahme ins Krankenhaus gebracht wurde. Aber dann fing die Aufregung erst richtig an. „Aufgrund seines nicht unerheblichen Alkoholkonsums hatte er offenbar keinen guten Überblick über die Lage und war der Meinung, dass der Arzt ihn zu einer Corona-Impfung zwingen würde“, so die Polizei.

Nach Angaben der Polizei wurde die Situation jedoch schnell aufgeklärt und der Mann, der in Julbach wohnte, „darf seinen Rausch in einer Zelle des Polizeireviers Burghausen ausschlafen“.

Update, 10.50 Uhr – Höchster Inzidenzanstieg in Bayern seit Beginn der Corona-Pandemie

Das Robert-Koch-Institut hat am Freitag einen Corona-Inzidenz von 755,0 für Bayern gemeldet. Es ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie und der höchste Anstieg an einem Tag. Am Donnerstag lag die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen und 100.000 Einwohnern bei 661,2.

Die Zahl der gemeldeten Personen im Zusammenhang mit Corona in Bayern Die Todesfälle stiegen um 30 auf 20.266. In Bayern befanden sich am Freitagmorgen (Stand 6.31 Uhr) laut Divi-Intensivregister 348 Menschen wegen Covid-19 auf Intensivstationen.

Für elf Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern wurden Vorfälle von über 1000 gemeldet – am Donnerstag waren es drei. Am höchsten war die Inzidenz laut RKI in Dachau (1288,1), Ebersberg (1178,4) und im Landkreis München (1153,0).

Update 09.40 Uhr – welche Auswirkungen hat eine Inzidenz von über 1000 noch?

Kurz vor dem Wochenende Die Stadt Rosenheim kratzt an der 1000-Inzidenz-Marke. Aber anders als einige Wochen zuvor Landkreise und kreisfreie Städte, die eine Sieben-Tage-Inzidenz von 1.000 überschreiten das öffentliche Leben nicht automatisch abschalten. Die sogenannte Hotspot-Verordnung wird bis zur geplanten Überarbeitung im Kabinett ausgesetzt. Das teilte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am vergangenen Donnerstag mit.

„Ich finde es richtig und richtig die derzeit in Bayern geltende Hotspot-Regelung, die an eine Sieben-Tage-Inzidenz von 1000 gebunden ist, an Omikron anzupassen“, sagte Holetschek in diesem Zusammenhang. Jeder Tag bringt zusätzliches Wissen und zählt für die sinnvollste Anpassung der Hotspot-Regulierung. „Bis dahin findet die bestehende Hotspot-Verordnung keine Anwendung“, sagte der Minister. „Sonst würde es in Bayern wahrscheinlich schon in wenigen Tagen wieder zu regionalen Lockdowns kommen.“

Zumindest laut RKI neun Landkreise oder Städte in Bayern eine Inzidenz von über 1.000: Stadt Ingolstadt, Landkreis Erding, Landkreis Dachau, Landkreis Freising, Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Landkreis Landsberg am Lech, Landkreis München, Stadt München und Landkreis Lindau.

Update, 8.17 Uhr – Aktuelle RKI-Zahlen für die Region

7-Tages-Inzidenzen in Südostbayern und die Entwicklung in den vergangenen sieben Tagen (Stand 21.01.2022).

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Längst ist die Omicron-Welle nicht nur in der Region angekommen: Für vier der fünf Landkreise bzw. Städte (Altötting, Mühldorf, Rosenheim, Rosenheim Stadt, Traunstein) in unserer Region das RKI meldet einen Anstieg der Inzidenz auf über 100. Den größten Zuwachs verzeichnet die Stadt Rosenheim mit einem Plus von 163,5. Der Landkreis Rosenheim und der Landkreis Traunstein durchbrachen die 800er-Marke, der Landkreis Mühldorf und die Stadt Rosenheim überschritten die 900er-Marke. Den niedrigsten Wert verzeichnete der Landkreis Berchtesgadener Land mit 615,1.

Die Vorfälle im Detail: Bezirk Altötting (von 631 bis 735), Grafschaft Mühldorf (von 818 bis 925), Kreis Berchtesgadener Land (von 538 bis 615), Grafschaft Traunstein (von 711 bis 812), Stadt Rosenheim (von 810 bis 973) und Landkreis Rosenheim (von 752 bis 882).

Auch das RKI berichtete für die Region sechs weitere Tote im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Alle aus dem Landkreis Rosenheim. Nähere Angaben zum Alter und/oder Wohnort des Verstorbenen lagen nicht vor.

Während die Intensivbettenbelegung im Zuständigkeitsbereich des ILS Rosenheim von 87,6 Prozent auf 82,3 Prozent zurückging, sstieg die Auslastung im Zuständigkeitsbereich der ILS Traunstein von 79,8 auf 85,9.

Update, 7.20 Uhr – Die CSU drängt auf einen Omicron-Check der Corona-Regeln vor der Bund-Länder-Runde

Vor Spitzenberatungen von Bund und Ländern und mit Blick auf die Omicron-Variante drängt die CSU auf eine Neubewertung der Corona-Maßnahmen. „Es stimmt, dass sich mit Omikron die Grundlagen ändern. Wir brauchen einen omicron-Check für das Corona-Management in Deutschland“, sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume der „Welt“ (Freitag). „Die anstehende Ministerpräsidentenkonferenz kann ein wichtiger Meilenstein sein, um über diese Dinge zu sprechen.“ Bund und Länder wollen am Montag über Schutzmaßnahmen in der Corona-Krise beraten.

Die sehr ansteckende Sars-CoV-2-Variante Omikron hat sich mittlerweile auch in Deutschland etabliert. Sie verursacht einen starken Anstieg der Neuinfektionszahlen, geht aber tendenziell mit milderen Verläufen einher als die Delta-Variante. Länder wie Spanien denken deshalb über eine Änderung der Corona-Strategie nach, auch weil die Zahl der Corona-Intensivpatienten nicht wie bei Delta steigt. Dafür gibt es auch in Deutschland Befürworter. Politiker wie der grüne Gesundheitsexperte Janosch Dahmen warnen, Omikron sei milder, aber nicht ungefährlich. Dahmen warnte auch vor übereilten Schritten.

„Wir müssen angemessen reagieren“, betonte CSU-Chef Markus Söder am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung „maybrit illner“. Aber: „Ich glaube, wir haben jetzt eine neue Situation. Und es gehört zu einer klugen Politik, nicht einfach stur oder ideologisch oder gar persönlich motiviert zu reagieren, sondern immer das Wohl von Land und Leuten in den Vordergrund zu stellen.“ Er hofft, dass Omicron den Weg zu einer endemischen Situation weist.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet Mitte oder Ende Februar mit einem Stresstest für die Krankenhäuser. Nach Angaben des SPD-Politikers wird Deutschland dann täglich mit mehreren hunderttausend Neuinfizierten konfrontiert. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag): „Angesichts der Zahlen scheint die Belastung auf der Intensivstation rückläufig zu sein, die Belastung auf der Normalstation bleibt jedoch hoch oder nimmt sogar deutlich zu.“ Das machten erste Zahlen aus den von Omikron besonders betroffenen Bundesländern deutlich.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) geht davon aus, dass die maximale Auslenkung der Omicron-Welle in Deutschland durch Meldedaten nicht genau gemessen werden kann. „Das Ausmaß und die entscheidenden Tendenzen der epidemiologischen Entwicklung werden jedoch zuverlässig angezeigt“, schrieb das RKI in seinem am Donnerstagabend veröffentlichten Corona-Wochenbericht. Hintergrund der vorübergehend unvollständigen Erfassung von Infizierten seien etwa begrenzte Testkapazitäten und personelle Ressourcen aufgrund der hohen Fallzahlen, hieß es.

Noch ein neuer Rekord: Fast 150.000 Neuinfektionen – auch die Hospitalisierungsrate steigt kontinuierlich

Die vom Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldete bundesweite 7-Tage-Inzidenz hat erstmals die Schwelle von 700 überschritten. Den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche gab das RKI am Freitagmorgen mit 706,3 an.

Zum Vergleich: Am Vortag lag der Wert bei 638,8 (Ticker vom 20. Januar). Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 470,6 (Vormonat: 306,4). Das teilten die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI mit 140.160 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards um 5:01 Uhr widerspiegeln Vor einer Woche waren es noch 92.223 Infektionen.

Experten rechnen mit immer mehr Fällen, die nicht erfasst werden können, auch weil Labore und Gesundheitsämter zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen.

Deutschland waren den neuen Informationen zufolge innerhalb von 24 Stunden 170 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es noch 286 Tote. Seit Beginn der Pandemie hat das RKI 8.460.546 Infektionen mit Sars-CoV-2 gezählt. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen unentdeckt bleiben.

Die Zahl der innerhalb von sieben Tagen in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Donnerstag bei 3,56 (Mittwoch: 3.34 / Dienstag: 3.17).

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Freitagmorgen mit 7.178.000 an. Die Zahl der Menschen, die an einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 starben oder daran beteiligt waren, stieg auf 116.485.

mz/aic/dpa