Mit einem Charaktertest will Matarazzo nichts zu tun haben

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Nach einem Punkt aus den letzten vier Spielen und Platz 17 ist der VfB Stuttgart in Freiburg besonders gefordert. Pellegrino Matarazzo warnt vor dem Gegner, will aber von einer Wesensprobe nichts wissen.

Unausgeglichen in der Tabelle: Pellegrino Matarazzo und der VfB Stuttgart.
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Die jüngste Vergangenheit unterstreicht, warum Matarazzo vor Freiburg warnt. „Sie sind ein extrem unangenehmer Gegner und schwer zu schlagen“, sagt der Stuttgarter Cheftrainer, der am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! beim kicker) persönlich keinen Sieg über den Gegner feiern konnte. Seit fünf Spielen hat der VfB gegen den Sport-Club nicht mehr gewonnen, zwei Unentschieden folgten drei Niederlagen. Dass die Schwaben in diesen fünf Spielen zehn Tore erzielten, half ihnen nicht, 13 ließen sie zu.

Im Breisgau erwartet Stuttgart eine hohe Hürde, von einer Charakterprüfung für sein Team will Matarazzo aber nichts wissen. „Jedes Spiel ist ein Charaktertest. Warum sollte das Spiel in Freiburg mehr ein Charaktertest sein als andere Spiele?“ fragt der 44-Jährige, der auf die ordentliche Leistung beim 0:2 gegen Leipzig verweist. „Man hat gesehen, dass die Mannschaft gewillt war und die nötige Energie und Intensität gezeigt hat.“ Eines ist jedoch unbestritten: „Wir werden unsere Ziele nur erreichen, wenn wir unser Leistungsniveau Spiel für Spieltag überprüfen. Ein Prozent weniger reicht nicht.“

Freiburgs Pokal-Coup bestätigt Matarazzo

Wie sich das erfolgreiche Pokalspiel des SC in Hoffenheim am Mittwochabend auf das anstehende Duell auswirken wird, bleibt abzuwarten. Die Warnstufe hat sich jedenfalls um 4:1 erhöht. Matarazzo nennt es „eine Bestätigung unserer Analyse“. „Sie waren mit ihrem Umschaltspiel noch effektiver. Davor waren sie nicht so gefährlich wie dieses Mal im Pokal“, sagt der US-Italiener, dessen Team mehr denn je gewarnt sein sollte. Die Mannschaft von Trainer Christian Streich ist die einzige Mannschaft, die in dieser Saison nach einem Konter kein Gegentor kassierte. Stuttgart hingegen hat bereits acht, nur die SpVgg Greuther Fürth hat elf mehr.

Für Matarazzo gehören Freiburg aktuell zu den Besten im Ranking. Sie sind „eine komplette Mannschaft, die viele Möglichkeiten hat, ein Tor zu erzielen. Sie sind Klassenbeste mit Standards, sie können auf zweite Bälle gehen und haben die Fähigkeit, im Positionsspiel zu agieren. Meistens tun sie das am Anfang bis sie die Führung übernehmen und dann weniger Risiko eingehen.“ Was es dem Gegner dann noch schwerer macht. „Sie zeichnen sich durch eine enorme Defensivleistung aus. Sie haben ein hohes, mannorientiertes Pressing, aber gleichzeitig weiß jeder den richtigen Zeitpunkt, um sich in eine kompaktere Grundformation zu stürzen und jeden Ball zu verteidigen.“