Pandemie: Polizeistreifen statt Promi-Partys in Kitzbühel – Unterhaltung

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Auch prominente Sportler wie Aleksander Aamodt Kilde aus Norwegen sind dieses Jahr in Kitzbühel anzutreffen, aber keine feiernden Vertreter der Unterhaltungsszene. Foto: Expa/Johann Groder/APA/dpa


Was wäre ein Rennwochenende in Kitzbühel ohne Schwarzenegger, Gottschalk und DJ Ötzi? Auch in diesem Jahr musste das noble Skigebiet auf Glamour verzichten.

Kitzbühel – Das gesellschaftliche Schaulaufen während der traditionellen Skirennen in Kitzbühel ist den strengen Corona-Regeln zum Opfer gefallen. In dem Nobel-Wintersportort galten vor und während der Weltcup-Wettkämpfe der Männer am Wochenende strengere Beschränkungen als im Rest Österreichs.

Die Partys, die vor der Pandemie Stars wie Arnold Schwarzenegger, Thomas Gottschalk oder Uschi Glas nach Tirol gelockt hatten, fanden wie im Vorjahr nicht statt. Die Organisatoren nahmen es gelassen. „Wir beschweren uns nicht über Dinge, die nicht sind und nicht sein können“, sagt Maria Hauser vom „Stanglwirt“, wo normalerweise vor der Hahnenkammabfahrt die alljährliche Weißwurstparty mit rund 2.500 Gästen stattfindet.

Solche Après-Ski-Veranstaltungen sind derzeit in Österreich verboten. In Kitzbühel wurde zudem das Feiern unter freiem Himmel verboten und in der Innenstadt eine FFP2-Maskenpflicht verhängt. Zu den Rennen waren nur 1000 Zuschauer zugelassen. Die Polizei kontrollierte die Einhaltung der Regeln „in Dauerschleife“, wie die Behörden mitteilten. Immerhin kämpft das Skigebiet mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von rund 3300 – das ist fast doppelt so hoch wie der bundesweite Wert in Österreich.

Schwarzeneggers FundraisingAbendessen fällt aus

Der Ort, an dem sich im Januar 2020 noch US-Serienstar Jack Dempsey („Grey’s Anatomy“), Sänger DJ Ötzi und Verona Pooth tummelten, wirkte am diesjährigen Rennwochenende ungewöhnlich ruhig.

Der Hollywoodstar und ehemalige US-Politiker Schwarzenegger wolle trotz der Einschränkungen ein Benefiz-Dinner für seine Umweltanliegen in Kitzbühel veranstalten, sagte Hauser der Deutschen Presse-Agentur. Doch aus Sorge um die Omikron-Variante fiel auch diese ins Wasser.



Etwas entspannter war es eine Woche vor den Abfahrts- und Slalomrennen in Kitzbühel. Ein Unternehmer, bekannt als Jurymitglied aus der österreichischen Version der Startup-Show „Höhle der Löwen“, war zu Gast auf einer überfüllten Party und postete davon ein Video. Nach heftiger Kritik aus Politik und Wirtschaft kündigte der Betreiber der betroffenen Bar an, bis zum Ende der Pandemie zu schließen.

Am Samstag war die Feierlaune in Kitzbühel endgültig verflogen, wie die Polizei bestätigte. Bei Kontrollen in 44 Lokalen wurden zwar geringfügige Verstöße festgestellt, verbotene Après-Ski-Partys wurden jedoch nicht entdeckt.

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