Pforzheimer Vesperkirche öffnet am Sonntag wieder

Startseite » Pforzheimer Vesperkirche öffnet am Sonntag wieder

2G-Steuerung

Bis zum 13. Februar wird in der Pforzheimer Vesperkirche täglich Essen serviert. Zum ersten Mal arbeiten Menschen mit Armbändern, um tägliche 2G-Kontrollen derselben Besucher zu vermeiden.

Essen zum Mitnehmen: Aufgrund der Pandemie kann die Vesperkirche wieder nur „to go“ stattfinden. In diesem Jahr wird der Zugang allerdings nur mit 2G-Nachweis gewährt.

Foto: Stefan Friedrich

Die Vesperkirche in Pforzheim beginnt an diesem Sonntag mit einem Gottesdienst. Bis zum 13. Februar werden – wie im Vorjahr – bis zu 450 Mahlzeiten pro Tag serviert.

Ursprünglich war geplant, die Vesperkirche diesmal in zwei Schichten mit jeweils maximal 170 Besuchern zu veranstalten, sagt Thomas Lutz, Vorstandsvorsitzender der Ökumenischen Vesperkirche in Pforzheim. Ziel war es, zur Philosophie der Vesperkirche zurückzukehren, die nicht nur Essen, sondern auch Zeit teilte. Und im Oktober sprach noch vieles dafür, dass dies wieder möglich wäre.

„Die Corona-Entwicklung hat uns dann überholt“, bedauert Lutz in einem Interview mit dieser Redaktion. „Wir waren schnell an dem Punkt, an dem klar war: Es hilft nicht, das müssen wir noch einmal durchmachen.“ Auch in diesem Jahr gibt es die Speisen nur zum Mitnehmen, warme Mittagessen sowie Snacks, Kaffee, Tee oder Softdrinks.

An der Pforzheimer Vesperkirche gilt 2G

Dabei orientiert sich die Vesperkirche an den Vorgaben für den gastronomischen Bereich, dh es werden nur geimpfte oder rekonvaleszente Personen mit entsprechendem Nachweis zugelassen. Dies dient nicht zuletzt auch dem Schutz der ehrenamtlichen Helfer, die überwiegend älter sind und damit zur Risikogruppe gehören. Es sei ihnen wichtig, dass die Gäste unter 2G-Bedingungen kommen, äußert Lutz sein Verständnis.

Er sieht darin jedoch keine Probleme, zumal sich herausstellte, dass die Suppenküche – die laut Lutz fast das ganze Jahr über zur Vesperkirche gehört – „da war, dass fast jeder geimpft oder genesen war“. Ob man für Menschen, die weder das eine noch das andere sind, das Essen nach draußen bringen kann, hat man sich noch keine Gedanken gemacht. Die ersten Tage werden zeigen, ob überhaupt Bedarf besteht.

Grundsätzlich werde man in diesem Jahr „zum ersten Mal“ mit Armbändern arbeiten, sagt Lutz. Das heißt: Jeder Besucher der Vesperkirche erhält ein solches Band, sobald er seinen Nachweis erbracht hat, der dann länger gültig ist. Entsprechend robust und langlebig soll es sein, „und wenn es mal abgehen sollte, zeigt man den Beweis noch einmal und holt sich dann einfach einen neuen“, beschreibt Lutz die Idee.

Auch ein Sicherheitsdienst mit zwei Personen wird vor Ort eingesetzt. Dies wird nicht zuletzt benötigt, wenn sich draußen eine lange Schlange gebildet hat. „Es muss gewährleistet sein, dass sich alle richtig verhalten“ und genau dafür werden die Wachleute sorgen, versichert Lutz.

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen

Ansonsten sind Sie bereit zu gehen. Die Vorbereitungen sind weitgehend abgeschlossen. Autos stehen bereit, um Back- und Wurstwaren beim Bäcker und Metzger abzuholen und das Helferteam freut sich schon auf die Arbeit. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 11.000 Mahlzeiten serviert. Darauf sind wir auch diesmal vorbereitet.

Die Vesperkirche macht nicht nur Armut sichtbar, sondern auch die große Verbundenheit unter den Pforzheimern.

Thomas Lutz, Vorstandsvorsitzender der Ökumenischen Vesperkirche Pforzheim

Gleichzeitig ist Lutz dankbar für die traditionell große Unterstützung der Bevölkerung, unter anderem in Form von Spenden, auf die er nun wieder aufbaut. „Die Vesperkirche macht nicht nur Armut sichtbar“, betont er, „sondern auch die große Solidarität unter den Pforzheimern“.