Schlange, Spinne oder Nagetier: Die zehn giftigsten Tiere Deutschlands – Wissen

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Schlange, Spinne oder Nagetier: Die zehn giftigsten Tiere Deutschlands – Wissen

Auch giftige Tierarten sind in Deutschland heimisch. Dazu gehört der Eichenprozessionsspinner, der für Mensch und Haustier gefährlich werden kann. (Symbolbild) Foto: imago images/agrarmotive


Giftige Schlangen, Spinnen und Co. kennt man meist aus Ländern wie Australien oder Afrika. Aber auch einige giftige Tierarten sind in Deutschland zu Hause.

Stuttgart – Giftige Schlangen oder Spinnen werden meist nur mit Ländern wie Australien, Afrika oder Amerika in Verbindung gebracht. Besonders Australien sticht als Heimat solcher Tierarten hervor. Aber auch einige giftige Tierarten sind in Deutschland heimisch. Welches sind die zehn giftigsten Tiere Deutschlands und welche Gefahr geht von ihnen aus?

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Einen Überblick über die zehn giftigsten Tiere Deutschlands können Sie sich in diesem Video verschaffen:

Auch das eine oder andere Gifttier versteckt sich in den heimischen Wäldern, Wiesen und Gewässern:



Giftige Raupe – der Eichenprozessionsspinner

Ein gutes Beispiel für eine giftige Art in Deutschland ist der Eichenprozessionsspinner. Dies ist besonders gefährlich für Menschen und Haustiere im Raupenstadium. Seine stacheligen Brennhaare enthalten das Nesselgift „Thaumetopein“ und werden von der Raupe bei geringstem Kontakt abgesondert.

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Nicht nur der direkte Kontakt kann zu Folgen wie Rötungen, Juckreiz, Eiterblasen, Atembeschwerden oder Augenreizungen führen. Besonders gefährlich wird es, wenn die Brennhaare vom Wind verbreitet werden und dann an der Kleidung oder dem Fell des Tieres haften bleiben. Auch der Kontakt mit Haut oder Schleimhäuten kann zu Symptomen wie Fieber, Müdigkeit und Schwindel führen, im schlimmsten Fall sogar zu einem allergischen Schock.

Vor allem in Baden-Württemberg konnte sich der Eichenprozessionsspinner dank der warmen Temperaturen ausbreiten. Am gefährlichsten sind die Raupen im 3. Larvenstadium, das zwischen Ende Mai und Juni fällt. Erst ab Ende Juni verwandeln sich die gefährlichen Raupen in harmlose Motten und stellen dann keine Gefahr mehr dar.

In den heimischen Wäldern gibt es meist Schilder, die auf die Kleintiere aufmerksam machen und Spaziergängern raten, Abstand zu den angrenzenden Bäumen zu halten.