Seien Sie vorsichtig, wenn sich gegnerische Versicherungen um alles kümmern wollen

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Nach unverschuldeten Unfällen sollten Sie Angebote der gegnerischen Versicherung ignorieren, die komplette Schadenregulierung zu übernehmen. Das unterstreicht die Stiftung Warentest. Auch wenn es zunächst bequem klingt, sich nicht um Gutachten, Werkstatt, Mietwagen usw. zu kümmern: Die Versicherung ist nicht daran interessiert, Geschädigten zu helfen, sondern will die Erstattung gering halten.

Manchmal riefen die Unternehmen sogar Opfer am Unfallort. Taktik: Schneller Zugriff auf den Fall und den Geschädigten. Dies soll verhindern, dass Sie Zeit haben, sich über Ihre eigenen Rechte und die genauen Ansprüche zu informieren.

Aber genau das sollten Geschädigte tun: sich von Fachanwälten beraten lassen, auch wenn sie eindeutig schuldig und zahlungsbereit sind. Der gegnerische Versicherer ist Ihnen weit überlegen: „Ihre Experten sind darauf trainiert, bei Entschädigungen zu sparen. Die Versicherer kürzen systematisch bei Kleinigkeiten“, sagt Stiftung Warentest.

Die Rechtshilfe kostet den Betroffenen nichts, sofern der Geschädigte kein Mitverschulden trifft. Die Kostenträger müssen sich jedoch an den Anwaltskosten beteiligen. Aber: Manche Werkstätten bieten auch „Rundum-Sorglos-Pakete“ inklusive Mietwagen an und wollen sich um den Ablauf kümmern. „Werkstätten verfolgen aber auch eigene Interessen, nicht Ihres“, so die Verbraucherschützer.

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dpa