SPD-Ratsfraktion will wissen, wie die Winde im Süden wehen

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Die Bebauung im Süden ist dicht, das Verkehrsaufkommen auf den Hauptstraßen hoch. Die SPD möchte die Lüftungssituation genauer unter die Lupe nehmen und einen Klimabericht in Auftrag geben.

Zu Stoßzeiten gibt es auf der Bochumer Straße kaum frische Luft. Der Autoverkehr verlagert sich Tag für Tag langsam von Nord nach Süd. © Jörg Gutzeit

„Ich würde gerne wissen, wie die Winde im Süden wehen“, sagt Christian Wengerek, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. Was wie ein Witz klingt, ist purer Ernst. Die SPD-Bundestagsfraktion möchte die Verwaltung beauftragen, einen Klimabericht für den Recklinghausener Südteil unter Berücksichtigung zukünftiger städtebaulicher Entwicklungen erstellen zu lassen.

Konkret geht es in dem SPD-Antrag um die Flächen des ehemaligen Kohlelagers Hochlarmark, das ehemalige „DEUMU-Gelände“, den ehemaligen Standort der Firma Ball (Dosenwerk), den ehemaligen Betriebsstandort der Firma Blumen Risse und die künftige Bebauung Bochumer Straße.

„Würden wir die Winde messen, wüssten wir, wo Frischluftkorridore fehlen oder dringend gewartet werden müssten“, sagt Christian Wengerek. „Eine gute Belüftungssituation im Quartier trägt wesentlich zur Qualität des Mikroklimas bei. Durch einen guten Luftaustausch können überhitzte Luftmassen aus dem Stadtgebiet abgeführt und durch kühlere aus dem Umland ersetzt werden“, heißt es in einem entsprechenden Antrag, den die SPD-Bundestagsfraktion bei der anstehenden Ratssitzung am 21. Februar einbringen möchte. Dabei müssen die vorherrschenden Strömungsrichtungen des Windes berücksichtigt werden“, sagt Wengerek. „Aus einem Klimabericht könnten wir viel ableiten und langfristig bessere Entscheidungen für den Klimaschutz treffen.“