Umwelt – Erfurt – Thüringens Reparatur-Bonusprogramm geht wieder an den Start – Wissen

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Erfurt (dpa/th) – Auch in diesem Jahr können die Thüringer wieder eine staatliche Finanzspritze beantragen, wenn sie Elektrogeräte reparieren lassen, statt sie zu verschrotten. Das Reparaturbonusprogramm werde fortgeführt, sagte Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne). Laut Haushaltsbeschluss des Landtags für 2022 beträgt das Jahresbudget rund 600.000 Euro. Der Start mit einigen Neuerungen ist für das zweite Quartal geplant. Erst danach können Anträge gestellt werden.

Verbrauchern soll auf Antrag wieder die Hälfte der Reparaturkosten bis zu einer maximalen Förderung von 100 Euro pro Jahr erstattet werden. Thüringen habe mit der Instandsetzungsprämie 2021 ein deutschlandweit einzigartiges Modellprojekt auf den Weg gebracht und viel Zustimmung gefunden, sagte Siegesmund der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Der Bonus würde Menschen unterstützen, „die gleichzeitig die Umwelt und ihren Geldbeutel schonen wollen“.

Neu in diesem Jahr ist laut Siegesmund die digitale Antragsbearbeitung mit den notwendigen Unterlagen und die Einbindung von Repair Cafés, teilweise in Thüringen. Ersatzteile können laut Ministerium zur Hälfte erstattet werden, wenn sie in einem Repair Café in Geräte eingebaut wurden.

Ersatzteile, die Sie selbst kaufen und einbauen, können jedoch nicht anteilig über die Reparaturprämie finanziert werden. Partner des Projekts ist erneut die Verbraucherzentrale Thüringen, die die Anträge digital bearbeiten wird.

2021 haben rund 7.000 Thüringer den Bonus für die Reparatur defekter Elektrogeräte innerhalb von vier Monaten beantragt. Das Budget des Ministeriums war dann erschöpft. Insbesondere Handys, Waschmaschinen, Geschirrspüler und Kaffeemaschinen wurden weiter genutzt und nicht weggeworfen.

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