Ärger für Bäckerei wegen russischem Kuchen – SWR Aktuell

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Angesichts des russischen Einmarsches in die Ukraine wollte sich eine Bäckereikette aus dem Kreis Ortenau solidarisieren. Aber das ging nach hinten los.

„Zupfkuchen“ statt „Russische Zupfkuchen“ und „Zupfschnitte“ statt „Russische Zupfschnitte“: Was als Solidaritätsaktion gedacht war, endete in einer Welle der Empörung im Internet für eine Bäckereikette aus Schutterwald (Ortenaukreis). in Eins Aussage in den sozialen Netzwerken Die Verantwortlichen reagierten am Mittwochnachmittag und kündigten an, die Namensänderungen „mit sofortiger Wirkung“ zurückzunehmen.

Namensänderung als Zeichen der Verbundenheit

Die geänderte Bezeichnung der angebotenen Waren sollte nach Angaben der Verantwortlichen „unsere Solidarität in der aktuellen Situation zum Ausdruck bringen“. Die Änderung der Artikelbeschreibung erfolgte auf Anregung einiger Kunden.

Es war jedoch nie beabsichtigt, Russen rassistisch zu beleidigen oder ihnen Sympathie für die russische Invasion in der Ukraine vorzuwerfen.

„Es tut uns leid, wenn wir jemanden beleidigt haben.“

Die Namensänderung war ein ungeschickter Versuch, so die Verantwortlichen auf ihrer Facebook-Seite, nachdem sich zahlreiche Nutzer über die Aktion beschwert hatten. Früher war ein Rundschreiben der Bäckereikette über den Kurznachrichtendienst Twitter aufgetaucht, die auf den 28. Februar datiert ist.

Seit Tagen kursieren Rundschreiben an Filialen

Sie können die Informationen darüber sehen, welche Artikel im Sortiment umbenannt werden sollten. Die Filialen würden ein aktuelles Preisschild erhalten mit der Bitte, es gegen das alte einzutauschen. In den sozialen Netzwerken brach daraufhin viel Kritik aus.

Die Bäckereikette hat nach eigenen Angaben zahlreiche Filialen im Westen Baden-Württembergs, darunter in Karlsruhe, Freudenstadt, Offenburg, Villingen und Freiburg.

Bietigheim: Gastronomen wollten keine Russen bedienen

Ein weiterer Fall hatte in der vergangenen Woche in Bietigheim (Kreis Rastatt) für wütende Reaktionen gesorgt. Ein Wirt hatte auf Facebook geschrieben, dass Besucher mit russischem Pass in seinem Restaurant keinen Zutritt hätten. Inzwischen hat sich der Gastronom von seiner Aussage distanziert.