Altlasten: Straßensanierung in Isprung ist teuer – Region

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einspringen. Nachdem sich der Ispringer Gemeinderat im vergangenen Jahr auf eine Sanierungsvariante der Rosenstraße geeinigt hatte, stellte Jörg Baumgärtner vom Ingenieurbüro Kirn in der Gemeinderatssitzung den Stand des Projekts und die Ergebnisse des Baugrundgutachtens vor. Um sich einen Überblick über den Zustand des Bestandsgebäudes zu verschaffen, wurden Baugrunduntersuchungen und Leitungsbegehungen durchgeführt. „Aktuell ist die Rosenstraße geprägt von unterschiedlichen Bebauungszuständen, sowie Asphaltflecken und Rissen im Netz“, sagt Baumgärtner.

Diese treten auf, wenn der Straßenbelag nicht stark genug für den Verkehr ist. Ein Ergebnis der Untersuchungen: Im Boden befindet sich kontaminiertes Material, das zu erheblichen Mehrkosten bei der Entsorgung führt. Die Planung sieht derzeit Netto-Mehrkosten von 141.000 Euro vor, davon 99.000 Euro für die Entsorgung des kontaminierten Materials. 27.000 Euro sind für Bodenverbesserungen veranschlagt und 15.000 Euro sind für eine neue Straßenbeleuchtung fällig. Die Gesamtmaßnahme ist aktuell auf insgesamt 743.850 Euro veranschlagt, vier Monate Bauzeit sind für den Umbau geplant.

Frank Weber (CDU) fragte, ob die Bodenverunreinigung ein Hinweis auf unprofessionelles Arbeiten in der Vergangenheit sei. Jörg Baumgärtner wies darauf hin, dass früher oft Teer verwendet wurde. Das wäre wahrscheinlich der Grund für die Verunreinigung. „Früher wurde Schotter oft mit Teer verklebt, das ist sozusagen der Worst-Case-Szenario für eine Sanierung“, sagt Baumgärtner. Dr. Wolfgang Ballarin (Freie Wahlervereinigung Ispringen FWI) wies darauf hin, dass vor dem Hintergrund der Lichtverschmutzung und im Interesse der Energieeinsparung die Straßenbeleuchtung mit Bewegungsmeldern ausgestattet werden sollte. Das bestätigte auch Ursula Nesper-Adelhelm (FWI). Bürgermeister Thomas Zeilmeier sagte, dies solle in die Beleuchtungsplanung mit den Stadtwerken Pforzheim aufgenommen werden, damit beide Varianten dem Gemeinderat vorgelegt werden könnten. Dem Antrag auf Sanierungsmaßnahme mit den daraus resultierenden Mehrkosten wurde bei einer Enthaltung stattgegeben.

Ein weiterer Punkt der Gemeinderatssitzung war die Überführung des bestehenden Straßen- und Baulinienplans „Rechts am Hardtweg, Rothsberg, Klingleswäldle, Klingleswiesen und Schinderklam“ in einen qualifizierten Bebauungsplan. „Die zentrale Wohnfunktion soll entsprechend der aktuellen Wohnungsnot gebietsverträglich ausgebaut werden können, um die vorhandenen Bebauungsstrukturen zu nutzen und die Anforderungen an den Außenbereich zu reduzieren“, erläuterte Thomas Zeilmeier. Der qualifizierte Bebauungsplan regelt die Anzahl der Stockwerke eines Grundstücks, die Dachneigung oder die Gebäudegrenzen. Im betroffenen Gebiet in Isprungen wurden mehrere Baugesuche eingereicht, die vom Gemeinderat nicht genehmigt wurden.

Vor allem im nordöstlichen Bereich von Isprung gibt es noch einige Gebiete ohne qualifizierten Bebauungsplan. Frank Weber betonte, dass er das Projekt unterstütze und im Interesse einer gebietsgerechten Entwicklung stehe. Auch Elisabeth Vogt (Liste Mensch und Umwelt LMU) unterstützte das Projekt: „Das ist der richtige Fokus.“ Hans-Peter Huber (SPD) regte an, ob das Areal um die Wilhelmstraße erweitert werden könnte. In einem weiteren Schritt soll dies mit den Stadtplanern besprochen werden. Der Antrag wurde mit einer Enthaltung angenommen. In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde einem Änderungsverbot in diesem Bereich zugestimmt.