Börsenticker: Anleger verdienen wieder bares Geld

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22:05 Uhr – Dow Jones und Nasdaq schließen mit deutlichen Verlusten

Die US-Notenbank könnte das Geld schneller und härter bremsen als bisher gedacht – angesichts der hohen Inflation. Das geht aus dem am Abend veröffentlichten Protokoll der jüngsten Sitzung der amerikanischen Währungshüter hervor. Nach der Veröffentlichung gingen die Aktienkurse deutlich zurück. Der Dow Jones hatte zuvor ein neues Rekordhoch erreicht, landete dann aber rund 1 Prozent im Minus bei 36.407 Punkten. Der Nasdaq verlor sogar 3,3 Prozent auf 15.100 Punkte.

20:37 Uhr – Die US-Notenbank bespricht eine straffere Geldpolitik

Angesichts des Inflationsschubs erwägt die US-Notenbank eine schnellere Zinserhöhung. Wie aus dem veröffentlichten Protokoll der letzten Fed-Sitzung im Dezember hervorgeht, verwiesen auch die Währungshüter auf einen sehr angespannten Arbeitsmarkt. Dem Protokoll zufolge stellten Zentralbankmitglieder fest, dass es gerechtfertigt sein könnte, die Zinssätze früher oder schneller als bisher erwartet anzuheben. Aus Sicht einiger Teilnehmer könnte es auch sinnvoll sein, relativ bald nach Beginn der Zinserhöhungen mit dem Abbau der Notenbankbilanz zu beginnen. Die Bilanz der Fed war zuletzt durch die umfangreichen Anleihekäufe enorm gewachsen. Der Ton des Protokolls deutet darauf hin, dass die Zentralbank ihre Geldpolitik schneller straffen und diesen Kurs möglicherweise sogar noch verstärken wird, kommentierte Kim Rupert, Analyst bei Action Economics, das Protokoll.

17.45 Uhr – DAX schließt nahe Rekordhoch

Die Anleger sind in ihrem Optimismus nicht zu bremsen. Der DAX stieg auch heute weiter an. Der deutsche Leitindex kratzte sogar an seinem Rekordhoch vom November – nur fünf Punkte fehlten. Am Ende beendete der DAX den Handel 0,7 Prozent höher bei 16.272 Punkten. Anders als der DAX landete der TecDAX leicht im Minus.

15:40 Uhr – US-Börsen in Wartestellung

Es ist ein langsamer Start in den Handel an der New Yorker Börse. Kurz darauf legte der Dow-Jones-Index um 0,1 Prozent auf 36.839 Punkte zu, die Nasdaq an der Technologiebörse verlor 0,4 Prozent. Die Börsenhändler warten gespannt auf die Veröffentlichung des Protokolls der jüngsten Fed-Sitzung am Abend und wollen sich im Vorfeld nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Und die sogenannten Fed Minutes vom Dezember sind deshalb so interessant, weil sich die Anleger erhoffen, dass die Transkripte Signale über den Zeitpunkt und das Tempo der von der US-Notenbank angekündigten Zinserhöhungen liefern. Die neuesten Zahlen vom US-Arbeitsmarkt deuten darauf hin, dass es nicht mehr allzu lange dauern sollte, bis die US-Zinsen steigen. Laut der jüngsten Erhebung des Personaldienstleisters ADP haben private US-Unternehmen im Dezember 807.000 neue Stellen geschaffen, doppelt so viele wie erwartet.

15:09 Uhr – Einbruch auf dem Automarkt

Die Chip- und Teileknappheit in der Corona-Pandemie hat den Autoabsatz in Deutschland auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung getrieben. Im vergangenen Jahr kamen 2,62 Millionen Neuwagen auf die Straßen, zehn Prozent weniger als im Corona-bedingt ohnehin schwachen Vorjahr, so die aktuellen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes. Damit liegt der Autoabsatz auf dem niedrigsten Stand seit 1990. Die Neuzulassungen gingen im Dezember um 27 Prozent zurück, im November sogar um 32 Prozent. Die meisten Hersteller verzeichneten Rückgänge, insbesondere bei Diesel-Pkw und Benzinern. Gefragt waren dagegen Elektroautos, deren Anschaffung durch staatliche Prämien subventioniert wird.

An den Aktienmärkten ist von der Krise nichts zu spüren. Autoaktien gehören zu den größten DAX-Gewinnern. Die Papiere von Daimler stiegen um 2,9 Prozent, Porsche um 2,3 Prozent, VW um 2,1 und BMW um 1,9 Prozent.

13:45 Uhr – RWE sieht sich gegen Kursschwankungen gewappnet

Neben Uniper hat auch RWE gegen die Preissprünge bei Strom und Gas vorgesorgt. Naturgemäß führten starke Preisschwankungen zu einem vorübergehend großen Liquiditätsbedarf, sagte eine Sprecherin von RWE. Der Konzern hat sich daher mit Kreditlinien und anderen Finanzierungsinstrumenten dagegen gewappnet. Dennoch verlor die RWE-Aktie heute 1,9 Prozent – entgegen dem positiven Gesamttrend. Denn der DAX verzeichnete ein Plus von 0,8 Prozent auf 16.280 Punkte. Der Euro steht bei 1,13 10 Dollar.

13:12 Uhr – Uniper beugt teurem Strom und Gas vor

Wegen der Turbulenzen auf den Rohstoffmärkten und Preissteigerungen bei Strom und Gas hat sich der Energiekonzern Uniper finanzielle Unterstützung geholt. Zur Absicherung seines Geschäfts hat er mit seiner finnischen Muttergesellschaft Fortum und der KfW Bank Kreditlinien von bis zu zehn Milliarden Euro vereinbart. Uniper sei wirtschaftlich ein sehr gesundes Unternehmen, betonte Finanzvorstand Tiina Tuomela. Der Konzern hat kürzlich seine Ergebnisprognose für 2021 angehoben. Hintergrund des Finanzierungsbedarfs sind Sicherheits- und Vorsorgeleistungen, deren Höhe vom allgemeinen Rohstoffpreisniveau abhängt. Die Händler waren jedoch von der Höhe des Geldes überrascht. Die Aktie verliert 2,6 Prozent.

12.08 Uhr – Evergrande bittet um Zahlungsaufschub

Der hoch verschuldete chinesische Wohnungskonzern Evergrande hielt die Börsenmakler im vergangenen Jahr in Atem und wird dies auch in diesem Jahr tun. Er war nicht in der Lage, die letzten fälligen Zahlungen zu bedienen. Nun will er die Rückzahlung einer Yuan-Anleihe um sechs Monate auf Anfang Juli verschieben. Er lud die Gläubiger daher nach Angaben der Gruppe zu einer Online-Versammlung und anschließender Abstimmung von Freitag bis kommenden Montag ein. Als Begründung wird angegeben, dass die Verschiebung aufgrund der „aktuellen betrieblichen Lage“ angestrebt werde. Der Immobilienentwickler hat Schulden in Höhe von mehr als 300 Milliarden US-Dollar. Er versucht derzeit, durch den Verkauf von Vermögenswerten und Aktien Bargeld zu beschaffen, um Lieferanten und Gläubiger zu entschädigen und einen Flächenbrand auf Chinas Immobilien- und Finanzmärkten zu verhindern. Die Aktie fiel in Hongkong um 0,6 Prozent auf nur 1,60 HK$, während der Hang Seng Index um 1,6 Prozent fiel.

10.30 Uhr – Deutscher Wirtschaftsmotor stottert

Die deutsche Wirtschaft hat ein Wachstumsproblem. Der Markit-Index der Einkaufsmanager rutschte im Dezember unter die 50-Punkte-Marke. Erst eine Stufe darüber signalisiert, dass die Wirtschaft wächst. Die neusten Zahlen dokumentieren auch den inzwischen entstandenen Abstand zu den anderen europäischen Ländern. Auch der Index für die Eurozone war im Dezember gegenüber November rückläufig, lag aber mit 53,3 Punkten immer noch deutlich über dieser wichtigen Marke. Die Corona-Pandemie macht sich wieder bemerkbar, denn nach Berechnungen des Markit-Instituts hat sich die Stimmung vor allem bei Dienstleistern verschlechtert.

9.15 Uhr – ifo: Schlechte Stimmung in der Autobranche

Entgegen den Erwartungen startete der DAX sogar mit einem kleinen Plus in den Handel. Er steigt um 25 auf 16.177 Punkte. Als Konzern können die Autowerte steigen, obwohl das Münchner ifo-Institut der gesamten Branche schlechte Laune bescheinigt. Der entsprechende ifo-Indikator fiel im Dezember um einen Punkt, lag im November aber noch bei 7,9 Punkten. Begründung: Der Mangel an Halbleitern wird laut den Wirtschaftsforschern die Autohersteller und damit auch deren Zulieferer weiter belasten. Daimler gewinnt ein Prozent. Die Aktie des Zulieferers Continental ist um ein halbes Prozent günstiger. Die Analysten von JP Morgan haben Conti von neutral auf untergewichtet herabgestuft.

07.15 Uhr – Toyota schafft historische Dinge

Die Tokyo Stock Exchange schloss nur mit einem kleinen Gewinn. Der Nikkei-Index stieg um 0,1 Prozent auf 29.332 Punkte. Toyota gehörte mit einem Plus von 2,7 Prozent zu den von uns gesuchten Werten. Der japanische Autobauer hat Geschichte geschrieben. Das Unternehmen verkaufte im vergangenen Jahr in den USA 2,3 Millionen Fahrzeuge und überholte damit den Platzhirsch General Motors, der seinen Heimatmarkt seit 1931 dominiert hatte.

Sony hat den Preis um 4 Prozent erhöht. Der Hightech-Konzern verfolgt eigene E-Auto-Pläne und präsentierte auf der Technologiemesse CES in Las Vegas einen Prototyp seines Modells „Vision“.

6:15 Uhr – Evergrande verschiebt Zinszahlungen

Die Nachrichtenlage an diesem Morgen ist gemischt. Auf der positiven Seite schloss der Dow Jones in New York gut ein halbes Prozent höher bei 36.800 Punkten. Das ist ein neuer Rekord.

Apple hat Mühe, die 3-Billionen-Dollar-Marke zu verteidigen. Kein Wunder, noch nie war ein Unternehmen an der Börse so teuer wie der Smartphone-Gigant. Bei allen Erfolgen: Natürlich muss auch Apple beweisen, dass die Rekordpreise gerechtfertigt sind.

Schlechte Nachrichten kommen aus China. Der angeschlagene Baukonzern Evergrande will seine Zinszahlungen verschieben. Der anstehende Rückzahlungstermin am 8. Januar soll um ein halbes Jahr bis zum 8. Juli verlängert werden. Betroffen sind Anleihen mit einem Volumen von über 155 Millionen Dollar.