Gesundheit – Rostock – Sieben-Tages-Inzidenz im Nordosten steigt über 1000 – Gesundheit

Startseite » Gesundheit – Rostock – Sieben-Tages-Inzidenz im Nordosten steigt über 1000 – Gesundheit
Gesundheit – Rostock – Sieben-Tages-Inzidenz im Nordosten steigt über 1000 – Gesundheit

Rostock (dpa/mv) – Die Sieben-Tage-Inzidenz in Mecklenburg-Vorpommern hat am Donnerstag einen weiteren großen Sprung gemacht und liegt nun bei 1011,6. Das sind 57,0 Punkte mehr als am Mittwoch, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus/Stand 16.36 Uhr) mitteilte. Vor einer Woche lag der Wert bei 662. Am Donnerstag wurden 3090 neue Corona-Infektionsfälle registriert, vor einer Woche waren es noch 2122. Das Robert-Koch-Institut (RKI) zählte für ganz Deutschland wöchentlich 1017,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Nachdem am Mittwoch die Sieben-Tage-Inzidenz der Krankenhauseinweisungen drei Tage lang über 6 lag, gilt ab Freitag die Corona-Ampelstufe Orange. In Landkreisen und kreisfreien Städten, die sich in der roten Warnstufe befinden, gelten jedoch weiterhin die Regeln und Maßnahmen dieser höheren Warnstufe, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte.

Am Donnerstag trat zudem die neue Corona-Landesverordnung in Kraft. Wesentliche Änderungen betreffen Kultureinrichtungen: Theater, Museen, Gedenkstätten, Kinos, Ausstellungen oder soziokulturelle Zentren können ihre kulturellen Aktivitäten nun auch bei Rot fortsetzen.

Wie der Landkreis Vorpommern-Rügen am Donnerstag mitteilte, soll die einrichtungsbezogene Impfpflicht umgesetzt werden. „Wir müssen uns jetzt sehr intensiv vorbereiten und hoffen auf landes- oder bestenfalls bundesweite Regelungen und Verfahren, die uns die Möglichkeit geben, diese Aufgabe umzusetzen“, sagten Landrat Stefan Kerth (SPD) und Gesundheitsdezernent Jörg Heusler.

Das Personal des Gesundheitsamtes ist weiterhin so aufgestellt, dass die Aufgaben im Zusammenhang mit der Pandemie weiterhin erfüllt werden können. Für die Durchsetzung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht stehen jedoch nicht genügend Kapazitäten zur Verfügung. Daher müssten Land und Bund entsprechende Verfahrensregelungen schaffen. Es wird davon ausgegangen, dass 10 bis 20 Prozent der Beschäftigten in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen noch ungeimpft sind. „Noch ist es möglich, bis zum 15. März vollen Impfschutz zu erhalten“, hieß es.

In den Krankenhäusern in Mecklenburg-Vorpommern stieg die Zahl der Patienten um 3 auf 249. Auch auf den Intensivstationen wurde mit 65 ein leichter Anstieg um 2 Corona-Patienten registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Krankenhauseinweisungen ging dagegen um 0,7 zurück bis 5.9. Zwei Menschen starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus, was die Gesamtzahl der Todesopfer seit Beginn der Pandemie auf 1.631 erhöht.

© dpa-infocom, dpa:220127-99-877462/3